06.04.2009
„Sei nicht lauwarm sondern lebe auf 100 °C“
Und wieder war es soweit! Lange hatten wir drauf gewartet, doch nun endlich sollte wieder eine HolySpiritNight im GOSPEL FORUM in Stuttgart stattfinden.
Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Das Wetter war kalt und nass und grau! Ungemütlich und man hätte die Lust verlieren können 400 km zu einem Gottesdienst zu fahren.
Doch je näher wir unserem Ziel kamen umso schöner wurde auch das Wetter.
Kurz noch ein Zwischenstop bei Freunden mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen, dazu ein wundervoller Spaziergang durch die angrenzenden Weinberge – wohlgemerkt, bei strahlendem Sonnenschein!
Zusammen fuhren wir dann weiter Richtung Stuttgart. Ein Parkplatz war schnell gefunden. Als wir ins GOSPEL FORUM eintraten staunten wir nicht schlecht, obwohl wir es eigentlich hätten erwarten müssen …. Menschenmassen! Junge Menschen!! Alle waren sie gekommen um EINEN zu loben und zu feiern! Jesus!
Nachdem wir uns der Jacken entledigt hatten gingen wir auf die Suche nach Sitzplätzen, doch obwohl die Tore des GOSPEL FORUMS erst eine gute halbe Stunde geöffnet waren, war der Saal schon fast voll.
Den Startschuss setzte die GOSPEL YOUTH Aktivgroup Skateboarding, mit einer Skate und BMXeinlage die ihres Gleichen sucht. Hierzu wurde extra eine ca. 2m hohe und 10m breite Halfpipe auf der Mitte der Bühne aufgebaut. Kurz vor dem Countdown, welcher den offiziellen Beginn der holy spirit night einläutete, war die Stimmung an Spannung fast nicht mehr zu überbieten. Das Lobpreisteam in Begleitung des Chores führte dann die Versammlung in eine tiefe und emotionsgeladene Lobpreiszeit.
„Voll, Laut, Spät, Heiß!“
So war wieder das Motto. Matthias Frank, der Leiter der GOSPEL YOUTH erläuterte zunächst das Motto:
- Voll: eine volle Halle mit Jugendlichen und junggebliebenen die voll Heiligen Geistes sind;
- Laut: ja, der Lobpreis war laut, aber darum geht es nicht! Wir Christen sollen lauter in der Welt werden!!!
- Spät: Angesetzt ist die HSN bis ca. 24 Uhr, also für Jugendliche noch nicht so spät. Also was meinte er dann damit? „Es ist spät! Wir sind die Generation, die der Wiederkunft Christi so nah ist wie keine Generation vor uns!“ Klingt an und für sich logisch, also ein normaler Zeitablauf. Gestern war ich auch noch einen Tag jünger als heute. Aber was heißt das für uns als Christen? Es heißt, dass wir in einer Naherwartung stehen sollten! Nicht die Hände in den Schoß legen und warten, sondern aktiv sein für Christus!
- Heiß: Heiß wurde es in der Halle später dann auch, ja. Aber ist damit die reine Temperatur gemeint? Wohl kaum! Wir sollen Heiß für Gott sein!!
Verstecken wir uns als Christen? Sind wir ein „frommer Kuschelklub“? Der sich hinter Jalousien versteckt und berieseln lässt, oder tragen wir unseren Glauben nach außen?
Matthias Frank erwähnte noch einmal die Rampe und das Vorprogramm. Diese Jungs haben viel trainiert, sind oft gestürzt, machen Dinge die vielleicht noch keiner gemacht hat, oder sie noch nicht gemacht haben, aber sie bleiben dabei! Und das ist das Wichtige! Dabei bleiben!
Wir können Erfahrungen mit Gott machen! Petrus konnte auf dem Wasser gehen! Ja, er ist dann eingesunken. Könnte man doch sagen „Warum sinkt der dann noch ein … er geht doch schon auf dem Wasser zu Jesus, also weiß er doch dass es geht!“ Doch das war auch eine Erfahrung: Jesus ist da wenn er gebraucht wird! Er läßt dich nicht im Stich!!
„Die Bibel ist kein Märchenbuch!“
Jetzt setze Matthias Frank den Propheten Jesaja in den Fokus. Ein Prophet hatte es zu der Zeit nicht leicht, speziell in der damaligen Zeit war die Lage sehr schlecht! Propheten wurden oft umgebracht wegen ihrer schlechten Nachrichten, So auch Jesaja. Doch er hatte eine umfassende Nachricht über Jesus und die Zukunft gebracht. Eine Prophetie über einen Messias, einen Retter der Welt! All diese sind eingetroffen! Die hat sich Jesaja aber nicht ausgedacht! Er hat darauf gehört was Gott ihm gesagt hat! „Gott hat nicht den Knüppel in der Hand“, Gott straft nicht, nein, er ist ein Liebender Gott, ein Gott der Gnade, und deshalb sandte er seinen Sohn für uns!
Wie oft geht es uns so, wir sind bei einer Veranstaltung, zu einem besonderen Gottesdienst, zu einer HSN; alles ist toll, alles super und wundervoll. Doch dann? Was ist wenn wir wieder zu Hause sind? Wir wissen was wir tun sollen und tun es nicht! Warum?? Matthias Frank zeigt an dieser Stelle ein Schaubild, eine vermutete Entwicklung wenn man Christ wird – aber nicht nur – sich für Jesus entscheidet …

Doch diese ist nicht so, welche die tatsächliche Kurve zeigt …
Ein weiteres ähnliches Schaubild zeigt eine gewisse Temperatur. Sind wir 100°C heiß? 100°C für Jesus? Oder sind wir lauwarm? Gott will keine lauwarmen Christen, er will welche die heiß für ihn sind und heiß für ihn kämpfen!

Setzen wir uns selbst Spielregeln in Unserem Leben! Machen wir diese an Christus fest! Und versuchen wir danach zu leben!
Eine Beziehung funktioniert nicht wenn man sich nur kaum sieht! Einmal im Jahr reicht doch, oder?
Im Leben sind wir doch auch nicht so! Wir wollen unseren Partner sooft wie möglich sehen, bei uns haben! Warum sind wir mit Gott anders? Warum kämpfen wir heute für Christus, entscheiden uns, unser Leben ihm zu weihen und morgen sieht es schon wieder anders aus?
Geben wir Jesus unser ganzes Leben! Gott bewirkt den Wunsch ihm zu gehorchen, und gibt die kraft zu tun was ihm gefällt (vgl. Philipperbrief).
Zu Tun was ihm gefällt? Ja! Lassen wir unser Leben von ihm umgestalten! Und Prüfen wir stets ob das, was wir tun, auch seinem Willen entspricht!
Gott will keine lauen Christen
„Gott will keine lauen Christen, die gerade so viel Wissen um ein schlechtes Gewissen zu haben, zu wissen, was sie alles falsch machen!“
Stellen wir uns vor wir bekommen unser Traumauto. Ein Freund hält uns den Schlüssel hin. Doch kurz bevor wir zugreifen zieht er seine Hand zurück, setzt sich ins Auto und dreht noch ein paar Runden; lässt die Reifen durchdrehen, fährt hier und da dagegen und wir hören nur noch aus der Ferne schepperndes Metall. Am Ende ist der Wagen total demoliert und wir bekommen den Schlüssel.
Wollen wir das? Wohl kaum!
Doch warum machen wir das mit Jesus so? Sagen, dass wir ihm unser Leben schenken, aber tun es nicht, geben uns ihm nicht hin sondern machen erst unser eigenes Ding. Doch dann, wenn unser Leben so richtig Schrott ist, wir es vor die Wand gefahren haben, dann kommen wir zurück zu Jesus und geben es hin.
Das Auto würden wir wohl nicht mehr haben wollen! Doch Jesus schickt uns dann nicht weg!
Nehmen wir unser Leben in die Hand und geben wir es Jesus! Ganz! Nicht abwarten und beten „lass es meinen Pastor, Vorsteher oder Nächsten machen“! Packen wir es an, 100°C für Gott zu sein!
Angeregt von dieser Predigt fühlten sich viele Jugendliche aufgerufen ihr Leben Jesus zu widmen. Sie versammelten sich mit einem großen Applaus vor der Bühne und Matthias Frank sprach für sie ein Gebet.
Danach war die gesamte HolySpiritNight nicht mehr zu bremsen, und der Saal des GOSPEL FORUMS glich einem tobenden Menschenmeer, wo auch der letzte seine aufbewahrten Schweißtropfen loswerden konnte. Kurz vor Mitternacht war dann Schluss, und viele tausende aufgebaute und ermutigte Jugendliche traten ihren Heimweg an.
Wir sind begeistert über das was Gott an diesem Abend getan hat, und wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass das Feuer in jedem einzelnen weiter brennt und dieser jungen Generation hilft an ihren Schule, Universitäten, Arbeitsplätzen und den Gemeinden einen Unterschied zu machen! (ak, GOSPEL YOUTH) |