25.05.2009
EJT 2009 – Kann ich helfen?
„Paarweise aufstellen und mir folgen!“ so schallte es an mein Ohr, als wir in die Schlafhalle geführt wurden. Ein wenig zu militärisch dachte ich und schon folgte die nächste Ansage: „An der Schnur paarweise gegenüber stellen! Achtung – Taschen fallen lassen und Isomatten ausbreiten!“
Was anfänglich vielleicht etwas übertrieben wirkte, zeigte sich dann als durchaus angebracht.
Ja, man darf und muss sagen, dass die ehrenamtlichen Helfer richtig gute Arbeit geleistet haben.
Nur Stück für Stück erahnte man, was für ein organisatorisch hoher Anspruch hier erfüllt wurde.
Ob an den Eingängen, den Schlafsälen, der Essensausgabe, den Veranstaltungshallen, allgemein wegweisend oder an anderer Stelle – man traf hoch engagierte, motivierte, geduldige, verständnisvolle und freundliche Helfer.
Es war enorm, wie sie vier Tage lang immer wieder den nötigen Elan und Überblick bewiesen.
Dabei standen sich Einige stundenlang die Beine in den Bauch, da sie an einer festen Stelle eingeteilt waren – Andere wiederum liefen Kilometer um Kilometer und hatten es damit auch nicht leichter.
Mancher Helfer musste sich zusätzlich noch beschimpfen lassen, da die kleineren Veranstaltungshallen chronisch überfüllt waren und natürlich aus Sicherheitsgründen die Türen dann verschlossen wurden, damit die Teilnehmer sich nicht auch noch übereinander stapelten.
Den Helfern an den Eingängen schlug auch manches Unverständnis entgegen, wenn sie bei den Mitternachtsheimkommenden Taschenkontrolle zwecks Alkoholverbots durchführten. Als ich äußerte, dass ich diese Kontrolle positiv empfinde, sagte ein Helfer „Das sehen andere ganz anders.“
Im Großen und Ganzen beobachtete ich aber, dass die Anweisungen der Helfer gut angenommen wurden und man den dadurch recht reibungslosen Ablauf schätzte.
Ich wünsche jedem Helfer, dass er trotz Stress und schmerzenden Gliedern viele tolle Erlebnisse und Begegnungen, tief gehende Gespräche haben konnte und der Muskelkater sich in den nächsten Tagen in Grenzen hält.
Danke für euren Dienst am Nächsten – Gott segne Euch und eure Familien! (bs)
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