26.06.2009
Schalom Israel
Am Freitag, den 19.06.2009 um 19:00 Uhr war es wieder soweit. Im Eingangsbereich der Pößnecker neuapostolischen Gemeinde stimmte die Dekoration mit israelischen Flaggen auf den ersehnten 2. Israelabend ein.
Referent Bruder Andreas Martz und seine Frau Eveline wurden von allen Anwesenden mit dem Kanon „Schalom Chaverim“ freudig und erwartungsvoll begrüßt.
Über 40 Interessierte aus nah und fern (die am weitesten Angereisten stammten aus Schmalkalden) lauschten daraufhin den interessanten und mit Humor gespickten Ausführungen über das Heilige Land.
Israel – Heiliges Land ? So mag es manchen Zuhörer etwas durchzogen haben. Andreas Martz lenkte die Gedanken einmal bewusst auf das Wort „Heilig“ und führte aus, dass es dabei um eine Beziehung zu Gott geht. Schaut man nach Israel, dann sieht man, dass Religion in diesem Land eine ganz entscheidende Rolle spielt, auch wenn man gewiss bei diesem Thema auch viele negative Aspekte betrachten muss.
Eine original israelische Öllampe unterstützte die Stimmung und die etwas schmunzelhafte Bemerkung, dass hier jetzt kein fremdes Feuer brennt, brachte die ersten zum nachdenken.
Mit übergreifender Begeisterung berichtete der Klosterbruder (Familie Martz bewohnt ein ausgedientes Kloster) von der 10-tägigen Reise mit verschiedenen Stationen, die zum Nachschlagen in der Heiligen Schrift anregten. Man hatte weniger das Gefühl eines Vortrages, sondern eher ein Gefühl des selbst Erlebens mit einem persönlichen Reisebegleiter. Nicht die offensichtlichen und gängigen Sehenswürdigkeiten standen im Mittelpunkt, sondern die Details und Informationen am Rande, sowie Zusammenhänge mit der Heiligen Schrift. So etwas bekommt man nicht alle Tage geboten und wenn das Sitzfleisch nur nicht so ungeduldig und die Düfte der wartenden Köstlichkeiten nicht um die Nase geweht wären, hätte man noch unendlich zuhören können. Ja, Andreas Martz scheint wirklich ein begnadeter Referent im Fach „Wie begeistere ich für das Heilige Land?“ zu sein. Oder wie es anschließend einer der Zuhörer treffend sagte: „Eins ist Dir nicht gelungen: Die Begeisterung für Dich zu behalten.“
Im Anschluss konnte man sich noch verschiedene jüdische Gegenstände anschauen, anfassen und das Angebot, alle brennenden Fragen stellen zu können, wurde dankend angenommen.
Eveline Martz, die ihren Mann bei der Reise begleitete, hatte für den Abend wieder Falafel, Humus und andere israelische Spezialitäten mitgebracht und uns bei der Vorbereitung der kulinarischen Gerichte beratend zur Seite gestanden. So erfuhren wir, dass man für das bekannte Pita noch verschiedene Gemüse, Schafskäse und einen Toaster benötigt.
Wie im letzten Jahr begrüßte uns die begehrte Avocado ala Waxmann und die Flinke Zucchini-Pfanne aus Israel. Söberli (Pilz-Leber-Auflauf) und Gefilte Fish (Fischklößchen mit Dip-Soße) zeigten sich das erst Mal und bestanden die Essprobe mit Bravour.
Frische Datteln, Oliven, Deli- und Weizencracker, Melone, Trauben, Apfelsinen und Sahlab (Getränk mit Milch und Maisstärke) rundeten das Buffet perfekt ab.
Der geplante Kuchen nach jüdischer Art tat sich etwas schwer und lief leider davon, er wurde kurzer Hand durch super leckere Mandelhäufchen aus Israel ersetzt.
Nachdem die Anwesenden sich mit Speisen und Getränken eingedeckt hatten, gesellte sich die meisten zu einer der Gesprächsrunden und in lockerer Atmosphäre ging es von einem Thema zum anderen. Ob man durch folgenden Spruch angeregt wurden, konnte nicht festgestellt werden, aber es ist eine Überlegung wert.
„Was ist der Unterschied zwischen einem jüdischen und einem nichtjüdischen Restaurant?
Im nichtjüdischen Restaurant sieht man die Leute essen, und man hört sie reden – im jüdischen Restaurant sieht man die Leute reden, und man hört sie essen.“
Gegen 23:30 Uhr verließen die Letzten teils auch erschöpft den Ort des Geschehens.
Wir freuen uns schon jetzt auf den hoffentlich stattfindenden 3. Israelabend!
Vielen Dank an die Initiatoren und alle Mitwirkenden! (bs)
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