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28.01.2009
Ich möchte mich dafür in aller Form entschuldigen!


Seit heute ist auf der Internetseite der Gemeinde Gotha eine Ergänzung zum Neujahrsgottesdienst von Bezirksapostel Klingler zu finden.
Es handelt sich um einen Auszug aus der Predigt des Bezirksapostels, in welcher er Gläubige der Neuapostolischen Kirche um Entschuldigung bittet, die auf Grund von Falschauslegungen des Evangeliums Jesu Christi verletzt wurden oder leiden mussten. Der Predigtauszug lautet wie folgt:

Offene und missionierende Gemeinde führt doch zu einem anderen Gedanken, den ich aber auch aussprechen möchte, aussprechen muss. Es ist von der offenen Gemeinde nicht zu trennen. Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer. Wir richten mal unseren Blick ein wenig in die Vergangenheit unserer Kirche. Es hat dort Zeiten gegeben, da sind Menschen von uns gegangen, Schwestern und Brüder .Ich sage es ganz klar, aber ohne Vorwurf, auch aufgrund von Fehlverhalten leitender Amtsträger. Wo man es wohl gut gemeint hat, aber aus unserer heutigen Sicht das Evangelium falsch verstanden hat. Wo man Äußerlichkeiten zum Dogma erhoben hat, wo man praktisch dem Einen oder Anderen den Weg gewiesen hat. Und viele von diesen lieben Geschwistern sind gegangen und sind nicht mehr unter uns. Uns tut das leid. Ich möchte ganz klipp und klar sagen, jeder kann da für sich sprechen, darum sage ich es in der Ichform: Ich möchte mich dafür in aller Form entschuldigen!- Ich sage noch einmal, es ist kein Vorwurf, es ist sicher aus einer Gutmeinung heraus geschehen, aber es war falsch verstandenes Evangelium. Wir sind traurig über die, die gegangen sind, und ich stehe mit Bewunderung vor denen, die trotz innerer Zwänge geblieben sind.
Warum wird das gesagt, ihr Lieben, unter dem Stichwort offene Gemeinde? Es kann ja sein, dass wir einmal mit jemand Kontakt haben und ins Gespräch kommen, wo diese Dinge dann auch vorwurfartig erhoben werden, dann wollen wir auch gar nicht groß argumentieren sondern wollen es auch mit diesem Wort sagen: Komm und sieh, es hat etwas verändert, der Geist der Liebe Christi ist dominierend und die Nächstenliebe prägt uns. Hoffentlich ist das so, ihr Lieben, und hoffentlich fallen wir nie und niemand wieder in diese alten Muster zurück. Es vereinbart sich nicht mit der Liebe Christi und seinem Angebot an alle Menschen: Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Das ist und bleibt die Maxime, und daran wollen wir in unserem Glauben, liebe Geschwister, auch für uns persönlich arbeiten.“ (os)

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