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| G O T T E S D I E N S T E |
04.02.2008
Nachfolge bis zuletzt – alles andere ist Leerlauf
Zu Beginn seines Dienens brachte der Stammapostel ein markantes Wort in Erinnerung, das Stammapostel Streckeisen zu seiner Zeit geprägt hatte: „Nachfolge bis zuletzt – alles andere ist Leerlauf!“ In Anlehnung an das Textwort formulierte Stammapostel Leber die Botschaft: „Gestaltet euer Leben nicht nach dem Zeitgeist!“
Der Gottesdienst des Stammapostels in Chemnitz stand unter dem Wort: „Und
stellt euch nicht dieser Welt gleich.“ (Römer
12, aus 2)
Stammapostel Leber erinnerte zu Beginn an das Zitat von Stammapostel Streckeisen: „Nachfolge bis zuletzt, alles andere ist Leerlauf.“ Nachfolge bedeutet, sich an Jesus Christus orientieren, aber auch erkennen, wie sich der Herr zeitgemäß offenbart, und sich bemühen, nach dem göttlichen Willen zu handeln. Beim Wechsel von Elia und Elisa gingen beide gemeinsam. Beide wussten um die bevorstehende Veränderung. Dreimal blieb Elia stehen und sagte zu Elisa: „… bleib doch hier“, doch Elisa antwortete jedes Mal bestimmt: „... so wahr der Herr lebt und deine Seele, ich verlasse dich nicht (2. Könige 2, 2).“ Das ist Nachfolge bis zuletzt. Auf Elias Frage „bitte was ich dir tun soll“ wünschte sich Elisa, das zwiefältige Teil vom Geist Elias (2. Könige 2, 9). Wäre Elisa stehen geblieben, hätte er weder die Himmelfahrt noch die Erfüllung dieses Wunsches erlebt.
In Anlehnung an die Antworten, die einst Elisa dem Elia gab – „So wahr der Herr lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht“ (vgl. 2. Könige 2), wollen wir heute sagen: So wahr Gott lebt, so wahr ich ihn erlebe, ich verlasse ihn nicht, ich bleibe in der Nachfolge!
Was behindert die Nachfolge?
- Eigene Meinung und eigene Sehensweise („Muss ich mir das antun?“) Eigene Meinung wird nur dann zu einem Problem, wenn sie im Widerspruch zum Willen Gottes steht.
- Ärger und Enttäuschung („Jetzt habe ich ein Glaubensproblem!“) Der Geist von unten vermag Ärger und Enttäuschung in manchen Gemeinden gut zu platzieren. Da ist man (vielleicht zu Recht) enttäuscht, weil die Brüder nicht weise gehandelt haben, weil irgendetwas nicht so war, wie es hätte sein sollen.
- Ungerechtigkeit („Wo ist der gerechte Gott?“) Ungerechtigkeit im menschlichen Sinn ist schlimm und kann ein sehr weites Feld sein. Manchmal kommt sogar der Gedanke, dass Gott nicht gerecht wäre, wenn man dieses oder jenes erleben muss.
Lasst uns durch all diese Hindernisse nicht das seelische Gleichgewicht verlieren. Nachfolge ist kein leichtes Thema. Nachfolge ist mit inneren Kämpfen verbunden, aber sie bringt Segen, gibt Kraft und Sicherheit. Wir wollen beim Herrn bleiben!
„Stellt euch nicht dieser Welt gleich“, lautet in anderen Bibelübersetzungen: „passt euch nicht zu sehr an, in dieser Welt“ und noch besser: „gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Weise dieser Weltzeit.“ Zu „Weltzeit“ könnte man auch sagen „Zeitgeist“ und „Strom der Zeit.“ Nicht darin mitschwimmen.
„Gestaltet euer Leben nicht nach dem Zeitgeist!“ Zeitgeist – hier geht es nicht um äußere Dinge und Verhaltensweisen (Mode oder die Nutzung moderner Medien), sondern um Geistesströmungen. Die wollen wir sehr wohl prüfen. Maßstab sei immer der Wille Gottes!
Einige Beispiele über den Zeitgeist damaliger Zeit aus der Bibel.
- Der Turmbau zu Babel. „Lasst uns einen Turm … bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht (1. Mose 11,, 4).“ Das war der Zeitgeist in jener Zeit.
- Das Goldene Kalb in Israel, sollte ein sichtbares Zeichen und Gott sein.
- Die Meinung der Pharisäer. Das von „oben herunter sehen“, die übertriebene Gesetzestreue, das war der Zeitgeist im Neuen Testament unter den Juden.
Beispiele über den Zeitgeist von heute:
- Autoritäten ablehnen. Es geht hier nicht um das Leben untereinander, sondern das Verhältnis zu Gott. Man beugt sich nicht mehr vor Gott, und pflegt keine Gottesfurcht.
- Die eigene Persönlichkeit. Die eigene Meinung wird zu einem „Gott“ erhoben. Eigene Wünsche werden in den Mittelpunkt gestellt. Man verlässt sich auf seinen Verstand. „… verlass dich nicht auf deinen Verstand“ lesen wir in Sprüche 3, 5. Suchen wir dieGemeinschaft und die fürbittenden Gebete.
- Großzügigkeit in religiösen Dingen. Jeder kann nach „seiner Fasson“ selig werden. Niemandem wird vorgeschrieben, wie man zu glauben hat. Doch sehen wir auf Jesus. Er war großzügig zu allen Menschen und hat niemand verachtet, aber er war nicht großzügig in Hinblick auf die Sünde, den Glauben und auf die Ehre seines Vaters. Hier setzte er klare Grenzen. Wehren wir diesem Zeitgeist.
- Gleichgültigkeit in religiösen Dingen. Weder kalt noch warm, sondern „lau“ lesen wir in der Offenbarung. Gleichgültigkeit ist ein Gräuel und bringt keinen Segen.
- „Mein Herr kommt noch lange nicht (Matthäus 24, 48)“ Dieser Gedanke kommt von „unten.“ Stammapostel Leber sagt: „Der Tag des Herrn kommt schneller, als manch einer denkt.“
In den anderen hineindenken
Apostel Eckhardt (Süddeutschland) sagte, dass in manchen Situationen gesagt wird: „jetzt habe ich ein Glaubensproblem!“ Doch das kommt nicht von Gott, man muss das Umfeld betrachten. „Lasst uns doch mehr üben, uns in den anderen hineinzudenken um zu verstehen, warum er so handelt.“
Stammapostel Leber zitierte – bevor er Apostel Opdenplatz an den Altar bat – zwischendurch u.a. die Worte: „Muss ich mir das antun?“ – Das kennt jeder: Muss ich mir das antun? Das ist ein moderner Wortschatz geworden. „Muss ich mir das antun?“ Da meint man, man steht so ein bisschen „erhaben“ darüber.“
Begeisterung für Gott
Gestern zum Konzert sprach der Stammapostel von der „Begeisterung
für Gott und sein heiliges Werk in uns“. Jesus
sagte bei seiner Verspottung und Geißelung auch nicht: „muss
ich mir das antun?“ Im alten Testament finden wir Verhaltenshinweise
zu dem Gedanken „lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen …“.
Im neuen Testament geht es um die Bereitschaft auf Christi Wiederkunft: „… will
ich wiederkommen und euch zu mir nehmen … (Johannes 14,
3)“ Ist die Sehnsucht auf den Tag des Herrn noch wach? Wer ist an diesem Ereignis dabei? Die die Christus nachgefolgt sind.
Nicht zurücksehen
Bischof Matthes erwähnte zur Nachfolge, dass man dabei nicht
zurücksehen
soll. Als Beispiel nannte er die Frau von Lot. „Lots Frau sah
hinter sich und ward zur Salzsäule (1. Mose 19, 26).“ Das
Zurückblicken auf längst vergangene Ungerechtigkeiten kann
uns in der Nachfolge aufhalten. Das gegenseitige Aufschauen in der
Familie, Kinder zu den Eltern und umgekehrt als eine Gabe Gottes. (ms,mc,www.nak-mitteldeutschland.de) |
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