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G O T T E S D I E N S T E
04.06.2006
Pfingsten 2006 – „Not draw back“

Den Pfingstgottesdienst 2006 hielt Stammapostel Wilhelm Leber in der Kirche Tafelsig in Kapstadt. 4.000 Teilnehmer erlebten den Gottesdienst in dem größten Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche. Übertragen wurde der Gottesdienst in über 60 Länder auf fünf Kontinenten.

Stammapostel Leber legte dem Gottesdienst das Wort aus Apostelgeschichte 4,31 zu Grunde: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.“

Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Gemeinde aus dem Gesangbuch Nummer 82 „Geist der Wahrheit, Geist des Lebens“. Stammapostel Leber wünschte allen Gottesdienstteilnehmern ein besonderes Erlebnis der Gemeinschaft, des Friedens und der Freude. Der Heilige Geist solle an diesem Tag neu in die Herzen kommen, uns beeinflussen und uns alles schenken, was wir brauchen.

100 Jahre neuapostolische Kirche in Afrika
Dass der Gottesdienst an diesem Tag in Cape Town stattfindet, habe einen besonderen Grund, so der Stammapostel bei seiner Einleitung, die er komplett in Englisch hielt: Vor 100 Jahren wurde in Cape Town – und somit auch auf dem afrikanischem Kontinent - das erste Kirchengebäude errichtet. Dieser „Starting-Point" entwickelte sich zu nunmehr tausende Gemeinden in ganz Afrika.

„I´ll love you too“
Pfingsten 2006 bedeutet aber auch „ein Jahr Stammapostel Wilhelm Leber“. Pfingsten 2005 übernahm er von Stammapostel i.R. Richard Fehr das höchste Amt der Neuapostolischen Kirche. In diesem einen Jahr habe er sehr viel Unterstützung, Gebete und Liebe verspürt und dafür sei er sehr dankbar, so Stammapostel Leber und fügte an: „I´ll love you too“

Fortgesetzte Tradition: Grußwort zur Pfingsten
Mit Stammapostel Fehr startete die Tradition, dass zu Pfingsten ein Grußwort gegeben wird. Er möchte diese Tradition fortsetzen, so Stammapostel Leber. Für 2006 und das kommende Jahr las er das Wort aus Hebräer 10,39 vor: „Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.“

„Not draw back“
„Not draw back“ (= nicht zurückweichen) ist sehr wichtig, so Stammapostel Leber in der Zusammenfassung dieses Grußwortes. Der Heilige Geist gibt Kraft zum nicht-zurückweichen. Umstände die zum Zurückweichen führen können sind Widerstände, Einflüsse und Gefahren von außen und innen. Von außen können dies verschiedene Meinungen und Ideen zum religiösen Leben sein.

Die Umstände von innen sind manches Mal noch schlimmer: Wenn wir um Hilfe Gottes beten und beten und es passiert nichts, dann könnten wir zurückweichen und denken, dass sich Beten nicht lohnt und Gott nicht mehr auf uns hört, so der Stammapostel. Mit der Kraft aus dem Heiligen Geist wollen wir fest stehen und nicht zurückweichen.

Oder das Zeugnis geben von unserem Glauben bleibt ohne Erfolg. Dann besteht Gefahr, dass wir zurückweichen, weil wir meinen, dass niemand willens ist, uns zuzuhören.  Kinder Gottes weichen nicht zurück , so der Stammapostel.

Es kann auch sein, dass wir mit den Umständen in der Gemeinde nicht einverstanden sind. Das kann uns allen passieren. Wenn jemand die göttliche Liebe in der Gemeinschaft nicht mehr verspürt oder es Probleme mit dem Nachbarn gibt, dann besteht die Gefahr des Zurückweichens.

„Children of God can fight“
„Children of God can fight“(Kinder Gottes können kämpfen), so die Ermutigung des Stammapostels, die göttliche Waffe des Gebetes einzusetzen. Dies sei ein göttlicher Rat, egal was in Zukunft passiert: Don´t draw back!

Vom Heiligen Geist erfüllt
Der Stammapostel will zukünftig vermehrt dafür beten, dass alle immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt sind. Es muss unsere Sorge bleiben, dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt und Auswirkungen erkennbar sind. Wir wollen nicht nur dem Namen nach sondern wahrhaftig Gottes Eigentum sein, so Stammapostel Leber. Die Heilige Schrift gibt uns Beispiele für die Wirkungen des Heiligen Geistes.

1. Besondere Erkenntnis
Maria, die Mutter Jesu, besuchte ihre Freundin Elisabeth, die ebenfalls schwanger war und vom Heiligen Geist erfüllt war: Sie erkannte in dem noch ungeborenem Kind einen göttlichen Boten. Diese besondere Erkenntnis, besser und tiefer zu sehen als mit dem menschlichen Verstand, war eine Auswirkung des Erfüllt-Seins vom Heiligen Geist.

2. Kraft zum Überwinden
Als Jesus in der Wüste versucht wurde, war er voll des Heiligen Geistes. Er konnte den Versuchungen widerstehen und hat sich über alles, was der Geist von Unten anbot, erhoben.

3. Souverän über dem Irdischen stehen
Diakon Stephanus gab kraftvoll Zeugnis vom Evangelium und hatte viel Widerstand von anderen hinzunehmen. Er wich aber nicht zurück – selbst in den Augenblicken der Steinigung. Stephanus sah den Himmel offen. Er stand über dem Natürlichen und ging souverän mit dem Irdischen um.

4. Freude der Gotteskindschaft
Die Jünger Jesu waren unterwegs. Die Heilige Schrift berichtet, dass sie von Freude und dem Heiligem Geist erfüllt waren. Eine schöne Kombination, so der Stammapostel. Wenn man vom Heiligen Geist erfüllt ist, dann hat man auch Freude. Wir wollen immer danach streben, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein; das geht nicht automatisch. Stammapostel Leber wünschte einem jeden, dass er als Gesegneter des Herrn erkannt werden möge.

Bezirksapostel Armin Studer, Schweiz
Wenn man eingeladen wird, dann bringt man in der Regel ein Geschenk mit, so der schweizerische Bezirksapostel. Gott bringen wir unser Herz und unser Leben als Geschenk.

Nach dem Dienen des Stammapostels fühle er sich mit Freude und vom Heiligen Geist erfüllt. „Ist das morgen auch noch so?“, so seine Frage an die Gottesdienstteilnehmer. Das Pfingsterleben soll nachhaltig sein. Wir wollen uns mit dem Wort beschäftigen, uns vier, fünf Gedanken aufschreiben und beten, dass die Gedanken nicht nur im Gedächtnis sondern auch in unserem Herzensgedächtnis – der Seele – bleiben, so der Ratschlag des Schweizers.

Die Gedanken des Stammapostels verglich Bezirksapostel Studer mit einer Perlenkette, die ab heute unser Herz schmücken soll.

1. Perle: Einheit
Wie ist es mit der Einheit in Familie, Gemeinde, Ämterkreis, Chor und Orchester bestellt? Ist die Einheit vorhanden? Wenn nicht wollen wir die Einheit wieder herstellen. Es sei besser, eine Ungerechtigkeit zu ertragen, als die Einheit zu gefährden. Aus der Einheit heraus kann auch heute noch ein Pfingstwunder geschehen.

2. Perle: Stätte bewegte sich
Wir wollen nicht so beten, dass ein Erdbeben geschieht (vergleiche Textwort Apostelgeschichte 4,31) – aber wir wollen so beten, dass das Herz unseres Gottesnbsp;bewegt wird. Solche Gebete haben Folgen und bewirken Pfingstwunder.

3. Perle: Vergebungsbereitschaft
Am Ende seines Lebens kniete Stephanus nieder und schrie: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ (Apostelgeschichte 7,60) Mit Freude und Heiligem Geist im Herz können wir vergeben.

Bezirksapostel Richard Freund, USA
Wie ist es möglich, nicht zurückzuweichen? Es ist möglich, wenn in der Seele etwas passiert ist, wenn die Seele durch das Wort Gottes erschüttert wurde. Dann kann der Heilige Geist tätig sein, dann bewegt der Heilige Geist in uns göttliche Gedanken, so der Bezirksapostel. Gott führt uns durch seine Knechte. Was der Stammapostel sagte, werden wir nicht vergessen, es wird in uns bleiben und uns beeinflussen; es motiviert uns. Nächstes Jahr an Pfingsten werden wir feststellen, dass dieses Wort Auswirkungen in unserem Leben hatte, schloss Bezirksapostel Freund.

Bezirksapostel Karlheinz Schumacher, Norddeutschland
„I feel at home“ – obwohl Norddeutschland so weit von Cape Town entfernt ist. Bezirksapostel Schumacher berichtete von seinem Vater, der damals in Kapstadt war und von dieser Reise zu Hause sehr viel erzählte. „Aber die Realität ist viel größer“, so der norddeutsche Bezirksapostel begeistert.

Der Besitz des Heiligen Geistes ist nicht alles – er muss auch regieren können. Die ersten Christen waren Feuer und Flamme von ihrem Glauben. Der Heilige Geist war die verbindende Kraft. Er ermöglichte ihnen nicht nur, dass sie sich verständigen konnten, sondern auch, dass sie einander verstehen konnten. Es ist die gleiche Kraft, die uns auch heute befähigt.

Norddeutschland grenzt an die Nordsee und das Baltische Meer. Viele Stürme gibt es dort, so Bezirksapostel Schumacher. Da das flache Land nicht durch Felsen geschützt ist, bauten die Menschen Deiche. So konnte das der See abgerungene Land geschützt und erhalten werden. „Wer nicht will deichen, der muss weichen“, sagt ein Sprichwort. Auch heute noch werden die Deiche gebaut, erhöht, erweitert und fester gemacht. Im Geistigen ist es ebenso: Wir müssen „Deiche der Gottesfurcht, des Glaubens und Vertrauens auf Gott sowie der Nachfolge in die göttliche Sendung bauen; dann haben wir Sicherheit.“

Stammapostel Wilhelm Leber bekräftigte, dass wir immer vom Heiligen Geist erfüllt sein wollen:  Darum kann man beten!

Das Bild der Perlenkette möchte er ergänzen, so der Stammapostel:  Das Gebet soll auch auf der Perlenkette sein. Damals bebte die Erde beim Gebet. Heute soll Gottes Herz bewegt werden. Kannst du noch so beten? Wir wollen uns selbst kontrollieren, uns fragen, was wir falsch machen und uns noch mehr mit dem Wort beschäftigen, so der Hinweis des Stammapostels. „Lasst uns noch mehr Zeit dafür nehmen.“ Das Gebet soll nicht in Eile gesprochen werden. Ein intensives Gebetsleben gibt Kraft; dann kann auch der Heilige Geist in uns wirken.

Freisprache und Heiliges Abendmahl
Wir wollen die Sündenvergebung zusammen erleben und gemeinsam Heiliges Abendmahl feiern, so Stammapostel Leber. Wir sind alle Sünder. Jesaja sagte damals: „… und unsre Sünden tragen uns davon wie der Wind.“ (Jesaja 64,5) Da ist keine Festigkeit im Herzen. Dann ist das wie ein Spielball der Geister von Unten. Der Heilige Geist soll Festigkeit bewirken, uns aneinander binden und uns Impuls sein.

Heiliges Abendmahl für die Entschlafenen
Bezirsapostel Noel Barnes, Cape, erinnerte in seiner Ansprache zur Feier des Heiligen Abendmahls für die Entschlafenen an die Pioniere vor 100 Jahre. „Aber unsere Liebe gilt nicht nur denen, an die wir denken, sondern allen Menschen aus allen Zeiten. In unseren Gedanken wollen wir keine Grenzen bilden“, so Bezirksapostel Barnes.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendet der Stammapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segenszuspruch. (Quelle: www.jugend-online.de)

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