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O T T E S D I E N S T E |
20.10.2006
Gottesdienst mit Bezirksapostel Klingler
Wir sollen uns einander annehmen wie Christus euch angenommen hat, das war die zentrale Botschaft des Gottesdienstes, den Bezirksapostel Wilfried Klingler am 19. November 2006 in Hildesheim gehalten hat. Er legte das dem Gottesdienst das Bibelwort aus Römer 15,7: „Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ zu grunde.
Neige Dein Ohr
Eingehend auf die vom Chor gesunge Bitte an unseren Gott „Neige Dein Ohr“ können und brauchen wir keine Geheimnisse vor ihm haben. Wir können Gott alles sagen. Was haben wir ihm heute morgen alles ins Ohr geflüstert.
Das Handeln Jesu
An Beispielen wurde das Wesen Jesu deutlich gemacht. Zum einen das Gespräch zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen. Geschichtlich betrachtet war dies ein „Fiasko“, denn Jesus nahm die Samariterin als Sünderin an. Sie hatte 5 Männer und war nicht verheiratet. Sie erkannte Jesus. Die Begegnung hat eine Veränderung in ihr bewirkt. Jesu Besuch bei Zachäus ist auch ein Beispiel für Veränderung im Leben eines Menschen. Zachäus hörte Jesus, auf einem Baum sitzend, zu und Jesus kehrt bei ihm ein. In Folge dessen bereute der „oberste Zöllner“ seine Handlungsweise – er wirtschaftete in die eigene Tasche – und machte alles wieder gut.
Dem Beispiel Jesu folgen
Die in der Vergangenheit begangenen Fehler und Schwächen spielen keine Rolle mehr, sondern das Handeln in der Gegenwart und Zukunft ist von Wichtigkeit. Wir sollen keine Vorurteile haben, kein Schubladendenken entwickeln, keine Gruppeneinteilungen vornehmen … Der Bezirksapostel sprach in diesem Zusammenhang u.a. auch von Progressiven und Traditionalisten. Jesus hat die Menschen angenommen so wie sie waren. Das bedeutet für uns heute, dass wir uns einander annehmen, so, wie wir eben sind. Das „Einssein“ in den Gemeinden steht im Vordergrund – es geht nicht um Gleichmacherei. Die Annahme unseres Nächsten ist unser Dank an Gott, dass Jesus uns angenommen hat und zwar so, wie wir sind.
Das Bibelwort spricht von „Annehmen“. In anderen Bibelübersetzungen ist auch von „Aufnahme“ die Rede. Doch Annehmen trifft den Kern. Als Beispiel führt der Bezirksapostel Eltern an, die ein Kind annehmen, wir ihr eigenes Fleisch und Blut. Das ist etwas ganz anderes, als die Aufnahme eines verwahrlosten Kindes, um es zu bewirten.
Mit den Gaben Gott Dienen
Der Bezirksapostel sieht seinen Amtsauftrag so: Gott zum Lob zu dienen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Dienen. An die Amtsträger richtete er das Wort: Nicht herrschen, sondern dienen und führte eine Begebenheit aus der Bibel an, wo eine Mutter Jesus ansprach und ihre beiden Söhne zur rechten und linken Seite Gottes sehen möchte. Die Jünger schon ziemlich aufgebracht über diesen Anspruch, reagierte Jesus ganz anderes: Wenn die Söhne den selben Leidenskelch trinken wie den, den ich trinken werden. Außerdem ist es die Aufgabe Gottes, den Platz im Himmelreich jedem einzelnen zuzuweisen.
Annehmen und weiterentwickeln
Apostel Bimberg führte an, das einander annehmen, so wie wir eben sind auch voraussetzt, dass wir uns weiterentwickeln müssen, dem nächsten zu gefallen zum Guten und zur Erbauung. Wir sollen die Schwachen tragen und nicht Gefallen an uns selbst finden, also Schwache im Glauben annehmen und nicht über Meinungen streiten.
Das ist nicht immer leicht, so der Bezirksapostel. Unterschiedliche Charaktere, Sehensweisen etc. beinhalten aber auch eine Menge Vielfalt. Unseren Nächsten annehmen bedeutet ihm Wertschätzung entgegenzubringen, einen gütigen Umgang mit seinen Schwächen zeigen und diese auch zu tragen und auszugleichen. Diese Vielfalt ist auch ein großer Reichtum.
Nicht denken der andere muss sich ändern
Ein Vorbild ist auch Mutter Theresa gewesen, so Apostel Burchardt. Sie hat sich in Indien um die ganz Armen gekümmert. Von Journalisten angesprochen, sagt sie: Unsere Armut tötet den Körper – Eure Armut tötet die Seele.
Wichtig für uns ist, nicht zu denken: Na hoffentlich hat jetzt „dieser“ oder „jener“ richtig zugehört. Entscheidend ist bei sich selbst anzufangen. Das Leben ist eben keine Spaßgesellschaft, sondern ein Klassenzimmer. Das Annehmen hört auch nicht an der Grenze des Kirchengrundstückes auf und ist nicht nur auf „arme und suchende Seelen“ bezogen.
Vor dem Abendmahl für die Entschlafenen ging Bezirksapostel Klingler auf den heutigen Volkstrauertag ein und erinnerte an viele Beispiele von Leid, Terror, Krieg … (az, mc) |
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| R E F L E X I O N |
Der Gottesdienst hat eines klar herausgestellt: Die Kirche und die Gemeinden befinden sich in einem Lern- und Entwicklungsprozess und alle sollen mit eingebunden werden.
Jesus und sein Handeln stand im Mittelpunkt und wir sollen – ja müssen – seinem Beispiel folgen und da gibt es genügend an uns selbst zu tun. Packen … [mehr] |
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