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O T T E S D I E N S T E |
30.09.2007
Ihr aber seid der Leib Christi – Erntedank 2007 – Teil 2
Apostel Korbin
Die Lesung der Bibeltexte habe ihn tief beeindruckt. Besonders „Gott hat gesetzt in der Gemeinde einige als Apostel …“ Der Bezirksapostel habe viele Impulse vom Haupt, Jesus Christus, weitergegeben. Wer kann da unbeteiligt oder distanziert bleiben? Wenn vom Haupt Impulse ausgehen, dann bewirke dies Bewegung. Wir sind nicht Mitglieder einer Organisation, einer Kirche. Wir sind Mitglieder am Leibe Christi.
Wenn wir in unsere Gemeinde hinaeinschauen, ergänen wir einander? Bruder oder Schwester kann Dinge, die ich nicht kann. Das gilt es zu nutzen.
Wie ist es, wenn ein Glied einmal nicht gesund ist, Kummer bereitet? Wünscht man, wen die Hand schmerzt, das sie ab sei? Nein, man nimmt den Arzt in Anspruch, damit sie wieder gesund wird. So muss es auch in der Gemeinde sein. Wir wollen nicht nur an die Gemeinschaft mit Christus in der Zukunft sehen. Wir wollen das schon heute in der Gemeinde verwirklichen und darum kämpfen.
Bezirksapostel Klingler
Die kleinste Krankheit, die man hat, muss behandelt werden. Wenn ein Glied leidet, leidet der ganze Körper.
Auch in der Gemeinde kann es vorkommen, das Unfriede entsteht wo Frieden ist. Wo man dankbar ist, kann auch Neid entstehen. Das machte er am Bild des Gleichnisses vom Unkraut im Acker deutlich. Es kann vorkommen. Man muss darüber reden und etwas dagegen unternehmen. Ein Leib ist dann lebensfähig, wenn alle Glieder funktionieren. Die Gemeinde ist überlebensfähig wenn alle mit tun.
Bischof Matthes
Im Lied „Nun danket alle Gott“ ist ein Teil des Leibes Christi angesprochen: mit Herzen, Mund und Händen. Sagen wir: Auch ich will mich in die Schar der dankbaren einreihen.
Es ist oft problematisch, wenn etwas fehlt, ein Glied nicht funktioniert. Als, wie in der Apostelgeschichte berichtet, die Apostel im Gefängnis saßen, betete die ganze Gemeinde und der Herr half. Der Leib ist gesund, wenn er in Bewegung ist. Ist etwas steif geworden, kann das Glied seinen Dienst nicht mehr tun. So wollen wir füreinander eintreten und füreinander da sein. Halt nichts Gutes für zu klein. Bring dich mit deiner Gabe in die Gemeinde ein. Wir sollen darauf achten, das die Verbindung zum Haupt nicht getsört ist.
Bezirksapostel Klingler
Zum Empfang vor dem Gottesdienst hatte jedes Kind eine Frucht in der Hand, die in einen Korb gelegt wurden. Dabei sangen die Kinder „Hast du heute schon danke gesagt?“. Wer hat das in die Kinder hineingelegt? Die Eltern, die Sonntags- und Vorsonntagsschullehrerinnen. Jeder wird gebraucht. Ob Jugenbetreuer/innen, wer irgendeinen Dienst in der Gemeinde verrichtet. Bitte nicht denken: das ist weniger wert als der Verkündigungsdienst. Nein, jeder Dienst ist gleich wichtig.
Wenn wir nach Bethanien schauen, da waren Maria, Martha und Lazarus. Jeder verrichtete einen Dienst. Das war damals schon Leib Christi in der kleinen Gemeinschaft. Martha machte sich um den Herrn Sorgen, Maria hörte zu und sagte vielleicht: setz dich mit her und arbeite nicht soviel. Tun wir nicht so, als wäre Verkündigung das wichtigste in der Kirche. Es ist eine Art der Kommunikation. Eine andere, zu fühlen, zu spüren, wo wird gerade meine Hilfe gebraucht? Lasst uns darauf schauen: die Dienste am Leib Christi sind zwar alle unterschiedlich, aber alle gleich wichtig.
Apostel Burchard
Wir danken unserem Gott heute für geistigen und leiblichen Segen. Wir danken für die Gemeinde Christi, der wir angehören dürfen. Wir danken für die Gemeinde der Zukunft, die wir anstreben.
Warum ist danken so wichtig? Wir wollen Gott keine menschlichen Regungen unterstellen, das wir meinen, wenn wir nicht danken, dann verwehrt er uns das nächste Mal seine Zuwendung. Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung muss uns bewusst sein: Auf der einen Seite Gott als der Gebende, auf der anderen der Mensch als der Nehmende. Und wenn wir aussähen, egal wo und wie, das Saatgut ist eine Gabe Gottes. Wir müssen es nutzen und ausstreuen, es ist unsere Aufgabe.
Damals wie heute gibt es Unterschiede zwischen uns, in unseren Charaktereigenschaften, in unserer Lebensplanung, in unseren Ansichten. Trotzdem kann es nach Apostel Paulus eine Einheit sein. Gott hat es so geordnet und vorgegeben. Durch unser Verhalten zeigen wir, ob wir diese Einheit anerkennen und unterstützen.
Wenn der Kopf sich nicht um die Krankheit des Gliedes kümmert, nimmt er irgendwann selber schaden. Wir müssen helfen, wenn der Schwache nicht mehr kann. Ich kann jemanden von weitem schwanken sehen und denken: gleich fällt er. Oder ich kann hingehen und helfen. Kommunikation nach innen und außen heißt nicht von Tür zu Tür zu gehen und sagen: du musst auch kommen, sonst gehts du verloren, sondern ein Licht zu sein. Hin wachsen auf Christus zu.
Apostel Burchard nahm Bezug auf die Jahreslosung „Siehe, ich will ein Neues schaffen …“ Was ist das Neue? Er nahm das Bild der aufgehenden Sonne. In der Morgendämmerung kommt langsam Licht, dann wird es heller, letztlich steht die Sonne leuchtend am Himmel. Das große Licht ist nicht unsere Sache, sondern das kleine Leuchten in der Dämmerung, das etwas Licht in die Dunkelheit bringt. Das das Dunkle weiter zurückgedrängt wird und Licht in das Dunkel kommt, das ist unsere Aufgabe als Glieder des Leibes Christi.
Bezirksapostel Klingler
Paulus schrieb solche Briefe, wenn er sah, das etwas nicht dem Leib Christi entsprach. Er hat es klar angesprochen. Auch heute sieht der Bezirksapostel, das manches nicht dem Leib Christi entspricht. Es kann doch nicht sein, das man sich zerfleischt, weil man unterschiedlicher Ansicht ist. Selbst der gelebt Glauben kann unterschiedlich sein. Ich kann doch meinen gelebten Glauben nicht zum Maßstab für andere machen.
Wir müssen nicht nachahmen. Jeder bleibt seine Persönlichkeit. Jeder verkündigt das Wort so wie es in ihm lebt. So war das bei den Aposteln damals auch. Jedem werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, sie waren nicht einheitlich.
So müssen wir uns an den Gaben orientieren, welche Aufgaben in den Gemeinden übernommen werden.
Lasst uns nach dem Gottesdienst in den Gemeinden darüber reden: welche Gaben haben wir, wo fehlt etwas.Wo klemmt es? Wo fehlt es an Kommunikation oder anderen Dingen. Wenn dies der Impuls des Gottesdienstes war, dann lasst ihn uns umsetzen. Dann wird das aus den Gemeinden herausstrahlen.
Der Bezirksapostel sagte: „Ich hoffe sagen zu können, wir sind Glieder am Leib Christi. Niemand weiß von uns, ob er zur Braut Christi gehört oder nicht. Ob wir den späteren Leib Christi ausmachen, oder nicht. Aber genau daran wollen wir arbeiten.“
In der Vorbereitung zum heiligen Abendmahl wieß der Bezirksapostel besonders auf die Abendmahlsgemeinschaft hin. Ein Gottesdienst kann einmal mehr, einmal weniger ansprechen. Die Feier des Abendmahles sollte uns immer ansprechen. Wie war das zum letzten Abendmahl? Der Herr fing an von der Zukunft zu sprechen, dann nahm er den Kelch und reichte ihn herum, von einem zum anderen. Dann brach er das Brot und gab jedem ein Stück: damit hast du Teil an meinem Leben! Wie wird den Jüngern gewesen sein? Welche Kraft haben sie daraus genommen?
Lasst uns nun Abendmahl feiern, als wäre der Herr perönlich unter uns. Er reicht jedem den Kelch und bricht jedem das Brot und sagt: Der Leib und das Blut Jesu ist für dich gegeben!
So wollen wir heute das Abendmahl feiern. (os) |
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