H O M E
W I R   C H R I S T E N
J U G E N D A R B E I T
B E R I C H T E
V E R A N S T A L T U N G E N
K U R Z   N O T I E R T
K I R C H G E M E I N D E N
D O W N L O A D S
 
W E R   I S T   D E R   H E I L I G E   G E I S T
Der Eigenname „Heiliger Geist“ mag für nicht Christen befremdend, vielleicht auch mystisch klingen. Was kann man sich unter „Heiligem Geist“ vorstellen? Auf jeden Fall ist damit kein Geist nach unserer landläufigen Vorstellung gemeint. Kein Flattergeist, kein Spukgeist, der mit rasselnden Ketten durch die Gegend fliegt.
Der Heilige Geist ist der Geist Gottes, wobei das „Heilige“ für die Göttlichkeit, den göttlichen Ursprung oder Ausgangspunkt oder eben auch Teil der christlichen Gottheit, steht. „Geist“ steht hier für die Schöpferkraft, das göttliche Leben. Oft wir der Heilige Geist auch als „Geist Gottes“ oder „Gottes Geist“ bezeichnet. An manchen Stellen der Bibel steht auch Odem oder Wind, wenn vom Geist Gottes die Rede ist.

Schon zu Beginn der Heiligen Schrift ist von diesem Geist die Rede und überall, wo Gott ist, wo Christus ist, da ist auch der Heilige Geist. Besonders im Neuen Testament ist viel vom Heiligen Geist zu lesen. Das gipfelt schließlich darin, dass Jesus seinen Jüngern, bevor er gen Himmel fährt, einen Tröster verheißt. Dieser ist der Heilige Geist, der zum ersten Mal zum Pfingstfest nach Christi Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt die Möglichkeiten seiner Kraft zeigt.

Dieser Heilige Geist ist allen versprochen, die an Jesus Christus als den Sohn des lebendigen Gottes glauben. Was soll der nun vollbringen, dieser Geist? Wie gesagt, es ist Kraft von Gottes Kraft, Geist von Gottes Geist. Welche Möglichkeiten darinnen liegen, lässt sich nur erahnen. Aus der Bibel geht hervor, dass aus dem Heiligen Geist Gaben hervor gehen. Nicht bei jedem gleich, je nach „Begabung“. Da gibt es die Gabe der Prophetie, des Zungenredens, der Auslegung der Zungenreden, der Geisterunterscheidung … Und dann gibt es noch Eigenschaften oder Früchte aus dem Heiligen Geist, so genannte christliche Tugenden, die aus der Kraft des in einem Christen wohnenden und wirkenden Geistes Gottes entstehen, oder besser entstehen sollen. Denn bedenkt eins: kein Mensch wird auf einmal untadelig oder unfehlbar, weil er Christ wird und Geist von Gottes Geist empfängt. Aber das Empfangen des Heiligen Geistes gibt dem gläubigen Christen Mittel und Möglichkeiten, Gottes Willen besser zu verstehen (es heißt ja schon in Johannes 16,13: „… Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen …“).
Wie wirkt sich das nun aus? Wie merke ich etwas vom Heiligen Geist? Kann ich plötzlich zaubern und Wunder vollbringen? Sicher nicht, auch wenn die Kraft Wunder zu wirken aus dem Heiligen Geist kommt und Jesus seinen Aposteln vorhergesagt hat, dass sie ins seinem Namen Kranke heilen und andere Wunder tun werden.
Im Normalfall, falls man überhaupt von einem solchen sprechen kann, wird ein Mensch, der Christus als Herrn und Erlöser angenommen hat und den Heiligen Geist empfängt (oder dieser von ihm Besitz ergreift), vielleicht erst einmal gar nichts spüren, was anders ist als sonst. Aber früher oder später, eventuell auch sofort, merkt man schon, was es heißt, von Gottes Geist „beseelt“ zu sein. Man merkt schnell, dass man unterscheiden kann, was gut und böse, richtig und falsch, im göttlichen Sinne ist. Denn nicht alles, was man als „Mensch“ richtig fand muss man als „Kind Gottes“ richtig finden. Man erkennt seine eigene Sündhaftigkeit, seine Fehler und Schwächen und kann diese sogar reuig vor Gott bekennen. Auch das was Christus von uns erwartet und wünscht, wird durch den Einfluss des Heiligen Geistes klarer. Denn manches was von einem Christen erwartet wird, klingt für Nichtchristen schlicht unlogisch.

Der Heilige Geist ist also Teil der dreieinigen Gottheit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – und damit ein Teil Göttlichkeit (was nicht überheblich klingen soll und darf) in jedem der sich zu Gott und Christus bekennt. Christen sind nicht göttlich, nicht was besonderes, sondern sie tragen etwas in sich, das von Gott kommt.
 
     © junge-CHRISTEN.info
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