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02.09.2006 Jugendtag Erfurt: Das Rahmenprogramm am Samstag
Die Idee der Organisatoren, dem Jugendtag 2006 ein Rahmenprogramm zu geben, erwies sich als sehr gut. Viele Jugendliche nahmen an den Angeboten teil.
Doch zunächst bildeten sich meterlange Schlangen vor der Essensausgabe in Halle 2. Die Wartenden nahmen es aber gelassen hin. Serviert wurden Spagetti Bolognese oder Spinaci.
Die vielen Veranstaltungen, verteilt auf die Konferenzräume, fanden guten Anklang. In einem referierte Priester Klaus-Dieter Grosche über das Thema „Macht und Ohnmacht von Drogen“. In vielen Familien ist dies oft noch ein Tabuthema.
„Wenn wir an Drogen denken, denken wir oft an den Fixer in der Bahnhofshalle oder den Penner in der Fußgängerzone.“ Das, so der Referent, sei aber oft nur das Ende einer Abhängigkeit. „Da der Druck der Gesellschaft auf einen jeden Einzelnen immer größer wird und oft die Angst besteht, zu versagen, greifen immer mehr Menschen zu Ersatz. Entspannungsmittel müssen her.“ Die Bandbreite der legalen und illegalen Drogen sei groß, warnte Klaus-Dieter Grosche. Körperliche und seelische Abhängigkeiten seien oft vorprogrammiert.
Gut ankommen... Parallel zu diesem Workshop gab es auch ausreichend Gelegenheit, sich rund um das Thema „Bewerbungen schreiben“ zu informieren. Topaktuell und sinnvoll! Günter Collette erklärte, worauf es wirklich ankommt und wie sich die eigene Bewerbung aus der Masse hervorhebt.
Dass die Gebärdensprache eine Sprache ist, die über alle Grenzen hinweg verstanden wird, zeigte die Präsentation des Verbandes für Sehbehinderte und Gehörlose Thüringen e. V. Die Mitglieder stellten vor, welche Hilfestellungen den Betroffenen angeboten werden. Ebenfalls gingen sie darauf ein, mit welchen Problemen diese Personengruppe leben muss.
Ausverkauft Der etwa 50 Minuten dauernde Film „Hiob“, der das Leben des gottesfürchtigen Mannes in unsere Zeit transportiert, fand so guten Anklang, dass die vorhandenen Sitzplätze nicht ausreichten. Für den Sonntag ist eine Wiederholung des Films geplant.
Um dieses noch zu unterstreichen und eine kleine Hilfestellung zu leisten, übergab Bezirksapostel Wilfried Klingler am Ende des Samstagabends gegen 21 Uhr je einen Scheck über 5.000 Euro an die Landesverbände der Gehörlosen und der Blinden- und Sehbehinderten Thüringen e. V.
„Ich möchte euch morgen nicht enttäuschen, deshalb werde ich mich jetzt von euch verabschieden“, witzelte Bezirksapostel Klingler. Er werde die verbleibenden Stunden noch zur Andacht nutzen und sich noch einmal intensiv mit dem Wort beschäftigen.
See you „Um 21 Uhr fahren eure Busse zu den Nachtquartieren ab“, erklärte er weiter. Aber wann Ruhe in den Hotels einkehre, liege bei jedem Einzelnen. „Solange ihr morgen fit im Gottesdienst seid und mein Auditorium nicht schläft, ist alles ok. Sonst“, so grinst er, „lasse ich euch mehrfach aufstehen.“
21.30 Uhr, die Halle leerte sich. „Bis morgen, ich freu’ mich“, tönt es an allen Ecken und Kanten. So ein Jugendtagswochenende über zwei Tage hat ein besonderes Flair. (Quelle: jugend-online.info, Bilder: Matthias Creutzberg) |
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