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| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 6 |
27.08.2006 Heilige Wassertaufe von Samuel Günther
Am Sonntag den 27. August 2006 hielt unser Gemeindevorsteher Herbert Tröger einen Gottesdienst mit dem Wort aus der Offenbarung 22, 12: Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind. und spendete Samuel Günther das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Das Wörtchen „siehe“ kommt in der Heiligen Schrift häufig vor. Das ist ein Aufruf zu besonderer Aufmerksamkeit. Gewichtige Aussagen werden mit diesem „siehe“ eingeleitet. In dem Bibelwort heißt es: „Siehe, ich komme bald.“Das ist eine Aufforderung, die Verhältnisse um uns herum wahrzunehmen und von unserem Glauben her zu bewerten. Vieles spitzt sich zu, wir erleben schwierige Zeiten. Aber ein Datum für die Wiederkunft Christi lässt sich nicht ableiten. Es gibt aber besonders auffällige Entwicklungen: der christliche Glaube wird zurückgedrängt, die Kirchen verlieren an Bedeutung, der gesellschaftliche Druck insbesondere auf die Jugend wird immer stärker und die Beeinflussung der Medien hat ein hohes Maß erreicht und es wird immer schwerer seinen Glauben zu bewahren.
Bei der Wiederkunft Christi gibt es die Lohnauszahlung. Wir denken dabei gleich an eine Gegenleistung, die für eingebrachte Arbeit geleistet wird. Aber: Den ewigen Lohn können wir uns nicht verdienen. Er wird uns aus Gnaden geschenkt.
Im Bibelwort ist auch von Werken die Rede. Verwunderlich. Kommt es denn nur auf unsere Werke an? Im griechischen Text steht hier nur die Einzahl – also Werk. Es geht also um das Werk als Ganzes, das Lebenswerk, die Hauptsumme unseres Lebens. Die Bibel bringt einige Beispiele: Noah, Mose, Daniel und Apostel Paulus seinen hier genannt. Es kommt also nicht auf unsere Fehler und Schwächen an, sondern auf das, was am Ende rauskommt – die Überschrift des Lebens.
Die Taufe stand unter dem Bibelwort aus Vers 10 des 36. Psalms: Denn bei dir ist die Quelle des Lebens.
Das Sakrament der Heiligen Taufe mit Wasser ist die erste und grundlegende Gnadenmitteilung des dreieinigen Gottes an den Menschen, der an Christus glaubt. In der Heiligen Taufe mit Wasser erfolgt die Abwaschung der Erbsünde. Der Täufling wird in ein erstes Näheverhältnis zu Gott geführt. Die Eltern übernehmen hierbei die Verantwortung für das Kind. Nach der Weihe des Wasser erfolge die Spendung des Segens im Namen des dreieinigen Gottes.
Nach dem Gottesdienst ließen es sich die Anwesenden nicht nehmen, herzliche Glückwünsche zu übermitteln. Eine besondere Überraschung erwartete Iris, Ruben und Samuel vor der Kirche. Die Jugend hatte ein Windeltorte als Geschenk für die Drei. (mc)
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