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| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 6 |
27.12.2006 Gottesdienst am Heiligen Abend
Die Kinder hatten die Geschenke ausgepackt, das Abendessen war verdaut … Was macht man noch so am Heiligen Abend? Ein interessantes Buch lesen, etwas weihnachtliche Musik hören, ein gemeinsames Gesellschaftsspiel oder noch ein bisschen Fernsehen …?
Ich überredete meine Frau und wir gingen kurz vor 22.00 Uhr in die Stadtkirche zu unseren evangelischen Nachbarn. An der Kirche angekommen, stellten wir fest: Wir waren nicht die Einzigen aus unserer Kirchgemeinde …
Die Kirche war zu später Stunde gut gefüllt. Dem gemeinsamen Gemeindegesang konnten wir problemlos folgen, singen wir doch (nicht nur zu Weihnachten) oftmals die gleichen Lieder. Die Weihnachtspredigt begann mit ungewohnt ironischem Unterton: Die besondere Stimmung zu Weihnachten, vielleicht ein schönes Konzert der Regensburger Domspatzen etc. erfasst das Herz des(Christen-)Menschen. Und es ist sooo schön …
Im Mittelpunkt der wohltuend klaren Predigt des Pfarrers stand die Geburt unseres Herrn und seine Bedeutung für alle Menschen, insbesondere aber für uns Christen. Mehrere Lesungen aus der Hl. Schrift (die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas -Evangelium sowie die prophetische Ankündigung der Geburt Jesu aus dem Alten Testament) wurden umrahmt von Taize-Musik, feierlich dargeboten in instrumentaler und choraler Form von Mitgliedern der evang. Gemeinde sowie kraftvollen Gemeindegesängen.
Manche Teile der Lithurgie wie z.B. das gesungene Bitt-Gebet „Kyrie eleison“ waren für uns neuapostolische Christen „Neuland“ und vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig.
Zum Abendmahl waren alle Gottesdienst -Teilnehmer eingeladen, nicht alle folgten … Ca. 50-60 % der Anwesenden bildeten einen großen Kreis um den Altar. Zu eindringlichen Taize-Klängen wurde dann das Abendmahl andächtig und würdevoll zelebriert. Als dann die Orgel zum Schluss der Abendmahlsfeier allein den Kirchenraum erfüllte, waren das für den Verfasser besondere Momente der Berührung in der Heiligen Nacht … Hoffnungsvoll stimmten die Gespräche nach dem Gottesdienst vor der Kirche, u.a. auch zwischen dem Pfarrer und unserem Jugendleiter. (tr) |
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