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| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 7 |
04.09.2007 Eine Dreiecksbeziehung, oder was hat Gott mit Toblerone zu tun?
Am 01.09.2007 war in Gera ein besonderer Traugottesdienst zu erleben. Nicht der Vorsteher der Gemeinde, sondern der Bezirksjugendleiter und Jugendleiter der Gemeinde Gera, Priester Thomas „Hartl“ Hartmann hielt auf besonderen Wunsch des Brautpaares, Marion (Martz) und Patrick Heinold, den Traugottesdienst und spendete den Segen Gottes zur Eheschließung.
Die Grundlage für die Predigt bildete ein Bibelwort aus Weisheit Salomos 3, aus 9: „Die auf Ihn vertrauen, werden seine Zuverlässigkeit erfahren, und die treu sind in der Liebe, werden bei Ihm bleiben.“
Priester Hartmann verglich die Ehe mit einer Brücke, auf deren einer Seite die Braut und auf der anderen Seite der Bräutigam steht. Diese Brücke braucht Pfeiler.
Als ersten Pfeiler kennzeichnete er ein Dreieck als eine statisch stabile Bauform: Die Gerade zwischen Mann und Frau bildet ein Dreieck, wenn sich beide zu Gott ausrichten. Bei diesem Bild hatte ich unweigerlich den Gedanken: Das lässt sich auf jede andere Beziehung übertragen. Ob zwischen Schwester oder Bruder und mir oder zu meinen Mitmenschen. Wenn die Beziehung auf Gott ausgerichtet ist und dieses starke Dreieck bildet, ist sie tragfähig.
Als weitere Pfeiler nannte er Liebe, Vertrauen, und Treue. Bezug nehmend auf die Überschrift des Abschnittes „Hoffnung des Gerechten – Hoffnungslosigkeit des Gottlosen“ sagte Priester Hartmann, während der Vorbereitung zu diesem Gottesdienst kam ihm der Gedanke: Was haben Hoffnungslosigkeit und der Gottlose gemeinsam? Auch wenn es im ersten Augenblick überraschend erscheint, beide sind von etwas los. Los von Hoffnung und los von Gott. Auch die genannten Pfeiler der Brücke der Ehe müssen los von etwas sein. Die Liebe – selbstlos. Das Vertrauen – grenzenlos. Die Treue – bedingungslos.
Das Beispiel vom Dreieck griff am Abend Uwe Heimowski, enger Freund der Familie und Pastor der in Gera ansässigen Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) auf. Er sagte, dieses schöne Bild wollte er für seine Worte an das Brautpaar auch verwenden und hielt eine riesige goldene Packung Toblerone in die Luft. Die Predigt vom Nachmittag habe ihn sehr angesprochen und ist eigentlich nicht zu toppen. Weiter sagte er, in jedem Leben, auch im Ehe- oder Glaubensleben, gibt es Berge und Täler. Das besondere aber sei bei Toblerone, es fängt mit einem Berg an und hört mit einem Berg auf. Das wünschte er dem jungen Paar, das sich beim Essen einer Packung Toblerone immer daran erinnert, dass wenn man sein Dreieck mit Gott festhält, am Ende immer ein Berg, eine Höhe steht.
Wenn man diesen Tag, angefangen vom Traugottesdienst bis zum Abend der gemeinsamen Feier, als Einheit sieht kann man eines in jedem Fall sagen: Jesus Christus war in unserer Mitte! Dies merkte man auch ganz besonders bei der Ansprache und dem Dankgebet des Bräutigams am Abend. Wir wünschen unserer Marion und unserem Patrick die ständig spürbare Nähe unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus! (os)
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