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| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 7 |
14.11.2007 Eindrückliche Tage
Was passiert, wenn sich Schwestern und Brüder treffen, die sich weitestgehend nur durch virtuelle Gespräche und Diskussionen kennen und dann auf einmal feststellen, wie verschiedenartig in vielerlei Hinsicht die einzelnen Persönlichkeiten sind?
Man erlebt Stunden, die geprägt sind von Austausch, Diskussion und Wertschätzung, zumindest aber Akzeptanz der Meinung des Anderen.
Ein Idealzustand? Genau das haben wir erlebt, als sich am 09./10.11.2007 erstmals aktive und kampferprobte Christen aus unserem Forum zum Austausch trafen. Immerhin kamen zeitweise bis zu 30 Menschen zusammen, die fast unterschiedlicher in Charakter und Glaubensauffassung nicht sein konnten. Aber gerade diese explosive Mischung machte das Treffen so interessant.
Nun will ich hier keinen Ablaufbericht erstellen, sondern nur einige Eindrücke, die ich an diesem Wochenende gesammelt habe, wiedergeben.
Ein Ziel, viele Wege? Es ist schon außergewöhnlich mitzuerleben, wie schnell interessante Gespräche entstehen, obwohl sich die Gesprächspartner kaum kennen. Worum ging es? In wenigen Worten zusammengefasst: Christus, Gemeinde, Zukunft, kurz um das, was gemeinhin als „Vision Gemeinde 2010“ bekannt ist.
Wie erreichen wir die gesteckten Ziele, wie geht man die Aufgaben an, wo liegen die Prioritäten? Auch hier wieder eine erstaunliche Pluralität der Meinungen und Vorschläge. Lasst mich diese einmal in drei Hauptgruppen zusammenfassen:
- 1. Eine Gruppe könnte man so zusammenfassen: Ich bin mit meiner Kirche zufrieden, auf sie stolz und identifiziere mich mit ihr voll und ganz. Aber am Rahmen könnte man doch das eine oder andere verändern, vielleicht auch hier und da ganz radikal.
- 2. Die zweite Gruppe möchte schon auch fundamentale Inhalte gern etwas anders gestaltet sehen und setzt darauf, dass Veränderungen an Angeboten in der Gemeinde, an Liturgie oder ähnlichem auch Änderungen in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus bedingen.
- 3. Wieder Andere sind der Überzeugung, das wirkliche Erneuerung und lebendiges Gemeindeleben nur dadurch erreicht werden kann, wenn zuerst eine wirkliche persönliche Beziehung zu Jesus Christus besteht und ER die Basis allen Handelns ist.
Einheit in Vielheit ... Nun könnte der Eindruck entstehen, hier gab es eine heiße Diskussion und die eine Gruppe hat die Meinung der anderen nicht akzeptiert oder Intoleranz unterstellt. Mitnichten, denn ich glaube, das sich jeder Anregungen und Anstöße mitnehmen konnte, Auch wenn nicht jeder Gedanke den meinen entsprach, so kann ich mit vollster Überzeugung sagen:
So stelle ich mir Gemeindeleben vor, Pluralität in gegenseitiger Achtung, vor allem jedoch mit einem Ziel: Mittelpunkt allen Handelns des Leibes Christi muss das Haupt, Jesus Christus selbst, sein.
Der geneigte Leser mag nun denken: die kommen ja alle aus einer Ecke, aus einem Kirchenbezirk. Dem war mitnichten so. Es war nicht nur ein Kirchenbezirk, auch nicht nur ein Bundesland und auch nicht nur eine Gebietskirche vertreten. Der am weitesten gereiste Teilnehmer legte rund 400 km Entfernung zurück.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an unsere Freunde aus Hannover-Mitte, die in eindrucksvoller Art darstellten, wie dort versucht wird Teile der Vision 2010 in die Realität umzusetzen. Damit aber auch ein Dank an alle die sich in Wort und Tat an diesen schönen Stunden beteiligt haben. Ganz besonders auch unseren beiden „Gastrednern“ für ihre tief gehenden Worte zur Abend- und Morgenandacht. Jeder konnte spüren: Christus war mitten unter uns. So habe ich es jedenfalls empfunden. (os) |
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