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28.08.2007 Musik kann Sonnenbrand verursachen - Buntes Programm fesselte Zuhörer am BUGA-Kirchenzelt
Für manchen war es am späten Nachmittag dann doch zu viel. Nein, nicht die Musik, die seit 12:00 Uhr fast ununterbrochen am Kirchenzelt im Hofwiesenpark zu hören war. Aber die Sonne meinte es an diesem Sonnabend fast zu gut mit allen Beteiligten, die sich vom Motto „… jetzt wächst es auf!“ hatten anlocken und neugierig machen lassen.
Nach dem Läuten der großen Glocke vor dem Zelt und nach dem traditionellen Mittagsgebet, an diesem Tag gehalten von Bischof Thomas Matthes aus Taucha, der anschließend in einer kurzen Ansprache - angeregt von der Blumenpracht und den aufwendig gestalteten Parkanlagen - betonte, dass die Schöpfung Gottes viel Schönes in Vielfalt und Farben hervorgebracht hat. Man entdeckt es und kann sich daran erfreuen, wenn man rechts und links des Weges danach schaut. So ist es auch auf dem Glaubensweg zum Ziel, es gibt noch vieles zu entdecken in seiner Schönheit.
Danach überreichten Chöre und Instrumentalgruppen aus Gemeinden der Neuapostolischen Kirche einen musikalischen Gruß an die Bundesgartenschau. Mit dabei Jugendliche Sänger aus den Kirchengemeinden Ranis und Pößneck, die im Jugendchor, im Zentralchor der Neuapostolischen Kirche Sachsen/Thüringen, im Quartett, oder als Solist ihren Auftritt hatten. Die Vielfalt dieses klingenden Blumenstraußes reichte, um im Bild zu bleiben, von ganz zarten bis hin zu knallig bunten und kräftigen Tönen.
Da war natürlich das zu hören, was man sich zunächst unter Kirchenmusik vorstellt. Psalmentexte in eher klassischen Vertonungen und bekannte Glaubenslieder, sicher und auf hohem künstlerischen Niveau vorgetragen unter anderem von einem Streichquartett und von Sängern des Zentralchores der Neuapostolischen Kirche Sachsen/Thüringen.
Ein Gesangs- und Streichquartett aus dem Kirchenbezirk Gera unter Leitung von Steffen Lorenz (Hermsdorf) ließen z.B. Choralvariationen von Bodo Saborowski, aber auch verschiedene Volkslieder, wie „Ännchen von Tharau“ oder die märkische Volksweise „Wohl auf in Gottes schöne Welt“ auf hohem künstlerischem Niveau erklingen.
Eine weiterer Klangkörper, der den bunten Melodienstrauß mitgestaltete, war ein Projektchor aus dem Kirchenbezirk Gera. Ralf Franz aus Ranis dirigierte dabei u.a. Chorstücke aus dem neuapostolischen Liedgut für Gemeindechöre.
Das Blechbläserensemble aus dem Kirchenbezirk Plauen überraschte mit frischer und lebendiger Spielweise, besonders bei der Choralbearbeitungen von „Welch ein Freund ist unser Jesus“, aber auch bei den swingenden „Joshua“ von Hans Zellner. Manche Fußspitzen bewegten sich bei den sitzenden oder stehenden Zuhörern um das Kirchenzelt herum.
Doch die Höhepunkte waren ohne Zweifel die beiden offenen Singen am Mittag und zum Schluss des Tages. Wolfgang Lack, Musiker, Komponist und Musikpädagoge aus Herford gelang es auf eine sehr natürliche und sympathische Art, das vielköpfige Publikum zu Mitakteuren zu machen. Unterstützt von einem offensichtlich hoch motivierten Chor von 70 jugendlichen Sängern schlug Wolfgang Lack eine musikalische Brücke in die Reihen der Zuhörer.
Mitreißende Gospels, Spirituals und vor allem neue geistliche Chormusik aus Wolfgang Lacks eigener Feder begeisterten in einer Weise, dass nicht nur viele BUGA-Besucher auf dem vorbei führenden Weg kurz verweilten sondern mancher auch länger auf den Stühlen vor dem Kirchenzelt sitzen blieb als es seiner Haut gut getan hätte. Insgesamt konnten über 1200 Sonnen- und Musikhungrige BUGA-Besucher am Kirchenzelt begrüßt werden, darunter auch der Vorsteher der Apostolischen Gemeinde in Gera, Hirte Erich Schulze mit seiner Frau. Die 200 Sitzplätze reichten oft in dem über 6-stündigen Programm nicht aus. Dank der eingesetzten Technik konnte man Musik oder die erklärenden Worte im BUGA-Areal weithin vernehmen.
Bischof Matthes beendete diesen Tag auf der BUGA mit Gebet und zusammenfassenden Worten des Dankes, auch an die Ideengeber und Erbauer des Kirchenzeltes als Begegnungsstätte für Christen und Interessierte.
Musik macht eben nicht nur Freude sondern kann kann auch Sonnenbrand verursachen. (mc,am us) |
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