|
|
 |
| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 7 |
30.12.2007 Gottesdienst mit Apostel Wosnitzka – Evangelist i.R. Creutzberg und seine Frau erhalten Segen zur Goldenen Hochzeit
Apostel Wosnitzka hält in Pößneck den Weihnachtsgottesdienst mit dem Bibelwort aus Lukas 2 aus Vers 10 „… Siehe, ich verkündige euch große Freude …“ und spendet dem Ehepaar Waltraud und Wolfgang Creutzberg den Segen zur goldenen Hochzeit. Die Segenshandlung stellte er unter das Wort „Fürchtet euch nicht!“. Außerdem spendete er Iris und Samuel Günther den Heiligen Geist.
Nach dem Eingangslied „Herbei, o ihr Gläubigen“ begrüßte Apostel Wosnitzka mit seinen Weihnachtswünschen die Gemeinde und erinnerte an seine Gedanken zum Heiligabend. Er hatte da besonders an die Alleinstehenden, die Vergessenen, die Kranken und die Familien gedacht. Weihnachten ist ein Fest des Schenkens. Gott hat uns beschenkt mit seinem Sohn, dem Evangelium und dem Opfer seines Sohnes und seiner Verheißung, dem Wiederkommen. Heute schenkt er uns sein Wort.
„Siehe, ich verkündige euch große Freude!“ sind die Worte des Engels an die Hirten. Unsere Weihnachtsfreude ist oft nur von kurzer Dauer. Der Dichter sagt schon: „Doch nur kurz sind solche Freuden …“ Ursachen sind manchmal Enttäuschen über das Beschenkte. Das göttliche Geschenk enttäuscht niemanden. Diese Freude muss man sich aber auch erhalten. Wahre Freude finden wir nur bei Gott, bleibende Freude bei Jesus. Um diese Freude zu erhalten, müssen wir immer die Nähe Gottes in seiner Allmacht und Souveränität suchen.
Mose spürte die göttliche Nähe (2. Mose 33, 22-23): „Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.“ Das löste bei Mose eine besondere Freude aus.
Elia erlebte die Nähe Gottes (1. Könige 19, 11-12): „… der HERR wird vorübergehen … Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.“ Gott war nicht im „großen, starken Wind“, nicht im „Erdbeben“ und nicht im „Feuer“. Im „stillen, sanften Sausen“ in der Stille erleben wir Gott. (wie im Lied „Stille Nacht“) Die Gegenwart Gottes zu erleben, führt zu einer tiefen inneren Freude.
Wenn es uns gelingt, alles aus einer göttlichen Perspektive zu sehen bringt das Freude. Die Jünger freuten sich (menschliche Sehensweise): „Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen: Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen.“, aber Jesus antwortete (göttliche Sehensweise): „… Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ (Lukas 10, 17-20)
Freude haben wir, wenn es gelingt den Egoismus abzulegen und uns dem Nächsten zuzuwenden. Der Vater freute sich über die Heimkehr des verlorenen Sohnes: „… lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn … war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“ (Lukas 15, 23-24) Wie viele Gedanken und Gebete des Vaters waren wohl dieser Begegnung vorausgegangen!
Freude haben wir, wenn wir an unsere Zukunft denken. Wir haben eine Zukunft bei Gott.
Auch unter Verfolgung kann Freude sein. „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage … denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel …“ (Lukas 6, 22-23)
Freude bringt, wenn wir ein Stück Harmonie um uns gestalten. Ein Komponist hörte ein Musikstück in Disharmonie, vorgetragen auf einem verstimmten Flügel. Danach spielte er selbst das Gleiche auf demselben Instrument ohne Disharmonie. Er hatte sich die verstimmten Saiten gemerkt und es in einer anderen Tonart gespielt. Die verstimmten Saiten blieben dabei unberührt. Die Fehler unseres Nächsten sind solche verstimmte Saiten.
Werden sie berührt, ergibt es Disharmonie und Streit. Respektieren wir sie und berühren sie nicht. Harmonie ist die Grundlage zur Freude.
Nach dem Chorlied „Horch, horch es tönet“ bittet er Bezirksältesten Standke um einen Predigtbeitrag. Damals bei der Engelsbotschaft war Jesus noch Kind. Es war der Anfang der damit verbundenen Freude. Heute freuen wir uns auf die Erfüllung seiner Verheißung. Freude erleben wir in der Nähe Gottes und in der Gemeinschaft. Jeder Gottesdienst ist eine Feier. Sagt nicht der Priester beim Höhepunkt: „lasst uns das Heilige Abendmahl feiern“. Paulus schreibt an die Philipper „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ (Philipper 4, 4)
Mit dem Chorlied „Heil'ge Nacht“ wurde die Co-Predigt von Bezirksevangelist Wittich eingeleitet. Die Freudenbotschaft kam damals zu den Hirten das waren einfache Leute. Jesu Geburt geschah primitiv im Stall „er kam in die Niedrigkeit“. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn sollte eigentlich vom gütigen Vater heißen. Das 15. Kapitel des Lukas beschreibt neben dem vom verlorenen Sohn auch die Freude über das verlorene Schaf und dem verlorenen Groschen.
Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst dadurch, dass Apostel Wosnitzka Iris und Samuel Günther den Heiligen Geist spendete. Anschließend spendete er dem Ehepaar Waltraud und Wolfgang Creutzberg den Segen zu Goldenen Hochzeit und stellte die Segenshandlung unter das Wort „Fürchtet euch nicht!“. Beide haben sich viele Jahre ehrenamtlich für die Gemeinde eingesetzt. Wolfgang Creutzberg war viele Jahre ehrenamtlich tätig. So hat er in der Gemeinde Neustadt an der Orla 1953 einen Gemeindechor aufgebaut und diesen bis 1967 geleitet. Dem Pößnecker Gemeindchor stand er dann als Stellvertreter des Chorleiters bis 1986 zur Seite. 1986 wurde Wolfgang Creutzberg als Gemeindevorsteher berufen. 13 Jahre stand er in dieser leitenden ehrenamtlichen Funktion. Seine Frau Waltraud war über 40 Jahre Mitglied im Chor und unterstützte ihren Mann besonders in der Zeit als Gemeindeleiter. (ms,mc)
Bilderdownload als .rar-Datei 25.12.2007.rar (Größe der Datei: 1,34 MB)
Fotograf: Matthias Creutzberg |
 |
 |
|
|
 |