|
|
 |
| A R C H I V B E R I C H T E 2 0 0 7 |
30.05.2007 Es war, als hätte jedes Gebet einen Tropfen wieder gen Himmel geschickt
Strömender Regen – auch „Es regnet Bindfäden“ genannt, dass waren die Anreisebedingungen am 28.05.2007 zum Frühlingstreffen. Ca. 150 Christen, Freunde und ein Hund trafen sich im Rittergut Positz, um gemeinsam den Tag zu erleben. Spannendes war im Programm zu finden und allen stellte sich in anbetracht des Dauerregens die Frage „Wie soll das heute werden?“
Geladen waren Geschwister aus den Gemeinden Pößneck, Ranis, Rockendorf und Wurzbach; dazu noch ein bisschen Schleiz, Weimar, Jena, Berlin und Rand-Berlin, Rand-Halle, Altenburg … Gegen 10:00 Uhr trafen nach und nach alle Teilnehmer – aufgrund des Dauerregens, der jetzt nur noch leichtes Nieseln war, meist schnellen Schrittes – ein und bestaunten erst einmal das wunderschöne Ambiente des Rittersaales. Nachdem man sich einen der Plätze gesichert hatte, bekam man einen ersten Eindruck von der Menge der Geladenen und war gespannt, was wohl folgen würde. Denn es war eigentlich klar, dass die 10:30 Uhr angesetzte Wanderung wohl buchstäblich ins Wasser fallen wird. Die Kinder stromerten schon mal über´s Rittergut um alles zu erkunden. Schauckel, Rutsche, Streichelzoo, Scheunen …
Von jedem, den man in der Umgebung fragte wie das Wetter an dem Tag war, erhielt man die Antwort: „Dauerregen den ganzen Tag.“ So aber nicht in Positz, denn nach dem Lied „All die schönen Jahre, all die schöne Zeit“ schwungvoll und ergreifend vorgetragen vom jugendlichen Männerchor zur Einstimmung auf die folgenden Stunden, bemerkte der Organisator Matthias Creutzberg schon bei seiner Ansprache, dass sich der Regen verflüchtigt hatte und die Wanderung stattfinden wird.
Johanna Ströhla aus Pößneck bemerkte am nächsten Tag: „Es war, als hätte jedes Gebet einen Tropfen wieder gen Himmel geschickt!“ Selbst die Besitzerin des Rittergutes, mit der man sich am Abend noch unterhielt, wunderte sich immer wieder, dass die „grauen Wände“, die um Positz herum auf- und abzogen, ihre nasse Last einfach nicht loswurden (Sie meinte aus Erfahrung, Positz würde immer das schlechte Wetter abbekommen). Anke Zimmermann sagte später treffend: „Man kann also schlussendlich sagen, dass alle die, die gestern nicht auf Positz waren, leider Pech mit dem Wetter hatten.“
In der Ansprache sagte Matthias Creutzberg, dass er sich von Herzen wünscht, dass jeder am Ende des Tages die Zeilen des verklungenen Liedes für sich in Anspruch nehmen kann, die da lauten: „Danke für den Frieden, Danke für die Wärme, Danke für die Freundschaft, Danke für die Freude, Danke für die Mühe, Danke für die Heiterkeit, Danke für die Liebe, Danke für so vieles, wo das Wort uns fehlt“.
Bezugnehmend auf dem am Vortag stattgefundenen Gottesdienst mit dem internationalen Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Dr. Wilhelm Leber, der darauf hinwies, dass „Jesus sich allen Menschen zuwandte, auch denen, die sich am Rande der Gesellschaft befinden“, sagte Matthias Creutzberg: „Manchmal rümpfen wir die Nase über den ein oder anderen, haben Vorbehalte und man begegnet sich nicht immer wirklich mit Liebe. Mein Wunsch für heute ist, dass wir Jesus in unser Herz hineinlassen und seine Liebe zu uns für uns erlebbar ist. Von Jesus lernen heißt: Beten, Dienen, Zuwenden - Wir wollen also auch heute von Jesus lernen uns an ihm zu orientieren. Dienen heißt - was kann ich für Euch tun. Der Vorsteher für die Gemeinde, der Jugendleiter für die Jugend und jeder von Euch für den Nächsten“.
Der offiziellen Eröffnung folgte ein Gebet, das nicht vom „ranghöchsten“ Amtsträger gesprochen wurde und zeugte davon, dass es möglich ist, aus oft eingefahrenen Gleisen einmal auszubrechen. Oder wie es unser Apostel Rolf Wosnitzka im Gottesdienst in Halberstadt vor kurzem sagte – sich über ungeschriebene Gesetze einmal hinwegsetzten. Jeder Christ hätte sicher gern mit „Amen“ gesagt.
Dann formierten sich alle im Hof zu einem Gruppenfoto und anschließend ging es in frischer und trockener Waldluft auf Wanderschaft. So manch gutes Gespräch von Christ zu Christ entstand. Eine gut gewählte Route durch Wiese und Wald hielt eine Überraschung bereit, denn es galt Kreuzworträtsel mit biblischen Fragen zu lösen, deren Gesamtlösung ein Motto für diesen Tag und das ganze Leben ergab.
Der anschließende Brunch setzte sich aus einer vielfältigen Anzahl wohlschmeckender Salate sowie zünftigen Thüringer Rostbratwürsten und Wiener Würstchen zusammen. Nach dem Essen wurde es mittelalterlich und unter Einbeziehung vieler Anwesender begann eine kurzweilige Bauern-Olympiade einschließlich eines überzeugenden Vogtes Wolfgang I. alias Dr. Wolfgang Thom aus Pößneck, die in dem spektakulären Positzer Sackgang ihren Höhepunkt fand und mit der Übergabe des Pokals an die Siegermannschaft endete.
Erneut gab das Männerquintett ein weiteres Lied, welches diesmal mit Klavier durch Anja Charwat aus der Gemeinde Wurzbach begleitet wurde, zum Besten. Im Anschluss gab es noch 2 weitere Einlagen. Jugendliche und Kinder der Gemeinde Pößneck spielten ein kabarettistisches Stück vor, welches christliche Untugenden von Alt und Jung auf die „Schippe“ nahm und somit nicht nur für erheiterte, sondern auch nachdenkliche Gesichter sorgte. Einen Exkurs in Bibelkunde gab das im Anschluss durch die Gemeinde Ranis dargebotene Singspiel „Elia und die Baalspriester“.
Zum krönenden Abschluss brachte der Jugendchor einen Liedvortrag zu Gehör, welcher den Tag insgesamt abrundete und so manches Herz höher schlagen lies: „Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin!“ – das Motto des Tages und ebenso das Ergebnis der einzelnen Lösungswörter des Kreuzworträtsels.
Bezirksevangelist Hans Franz aus Wurzbach bedankte sich bei allen Teilnehmern und Organisatoren herzlich und schloss nicht zuletzt den Dank an unseren Gott mit an. Ein gemeinsames Abschlussgebet folgte und sogleich ging es zum Kuchenbufett, welches rasant abnahm. Nach dem Kaffeetrinken brachen die meisten nach einer herzlichen Verabschiedung und vielen berührenden und zu Herzen gehenden Dankesworten auf.
Eine Führung mit interessanten Fakten und Bildern zum Umbau des Ritterguts ließen sich trotzdem einige Besucher nicht nehmen.
Ein guter Freund und Christ schrieb bei einem Dankeschön für den Tag: “In euch wohnt ein lebendiger Glaube, der deshalb so fröhlich wirkt, weil er ernst genommen wird. Im Austausch unserer Meinungen und Ansichten spürten wir immer wieder, wie nah man sich kommt, wenn man die Nähe zu Christus sucht.“ (bs)
Bilderdownload als .rar-Datei 28.05.2007.rar (Größe der Datei: 10,5 MB) |
 |
 |
|
 |
| V
I D E O - C L I P S |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
| G
A L E R I E |
|
|
 |
|
 |
|
 |