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01.07.2008
Leidenschaft – nicht nur für Christus

Vorbei, Aaaauuus … Die vergangenen drei Wochen haben es (wieder einmal) gezeigt: Die Leidenschaft für unsere Fußballnationalmannschaft hatte das ganze Land erfasst – auch die „Jungen Christen“.

Der Auftakt gegen Polen – nahezu perfekt: Ein tolles Spiel bei hervorragenden „Rahmenbedingungen“. Ein großes Dankeschön an Betty und Axel.

Die nächsten Spiele gegen Kroatien und Österreich wurden gemeinsam im „Fußball-Stammquartier Ettigweg“ und „bei Martin in Rockendorf“ verfolgt … und unsere Leidensfähigkeit dabei arg strapaziert. Aber egal: die Vorrunde war überstanden und „Cordoba“ gebannt.

Zum Viertelfinale gegen Portugal wuchs der Zuschauerkreis – vor allem die weiblichen Zuschauer waren angetan von der Schönheit und Eleganz mancher südländischer Ballartisten.
War vor dem Spiel oftmals Skepsis zu hören („Das wird wohl unser letztes Spiel bei diesem Turnier“), trauten wir schon in den Anfangsminuten unseren Augen nicht: Die Deutschen spielen Fußball – und wie! Vielleicht lag’s daran, dass diesmal auch unser Gemeindeleiter mitfieberte …
Die letzen Spielminuten – unerträglich, nichts für schwache Nerven und Herzkranke.
Dieser Abend war vielleicht der schönste und das Ambiente bei Bianca und Olaf „passte“ so gut, dass es für den Rest des Turniers unsere „Fanmeile“ wurde.

„Deutschland 1“ gegen „Deutschland 2“ im Halbfinale – oder korrekt ausgedrückt Deutschland gegen die Türkei. Welch eine Brisanz lag auf diesem Spiel – an einem Mittwochabend. Der Gottesdienst zuvor wurde nicht zur Nebensache degradiert, aber ziemlich pünktlich zum Anpfiff hatten sich wieder viele eingefunden.
Es wurde ein Abend, der fast den Notarzt erforderte: Bild- und Tonausfall in Basel, schnell das  Autoradio mit „Antenne Thüringen“ aktiviert, mehrfach Hin und Her und dann machen die Türken wieder so ein Last-Minute-Tor, also Verlängerung, Zeit zum  Getränkeholen – NEIN. Wie die Jüngsten beim Zuschauen, so bewies auch unser Kleinster das größte Herz: Philipp, alles andere als Lahm, setzte den Schlusspunkt. FINALE.
Nach dem Sieg gab es kein Halten mehr: raus an die Bundesstraße zum Hupen und Fahnenschwenken.

Wer gesehen hatte, wie die Spanier zweimal die Speed- Fußballer aus Russland deklassiert hatten, dem schwante schon Böses …
Es war angerichtet: Vorfreude pur und ein leiser Optimismus – im ganzen Land und auch bei uns.
Aber in diesen Zeiten kann man sich auf nichts mehr verlassen. Die geltenden Regeln und Gesetze („Fußball ist ein Spiel Elf gegen Elf und am Ende gewinnen immer die Deutschen“ frei nach G. Lineker) gelten nicht mehr. Diese Niederlage schmerzte – vor allem unsere Jüngsten. Die älteren unter uns hatten schon längst erkannt, dass der Sieg der „Selecion“ diesmal verdient ausfiel und nur unser Torwart (Dschenz Leeman) eine höhere Niederlage verhinderte.  
Und noch ein Wort zum Referee: Wir Deutschen können nichts dafür Herr Rosetti, daß Italien so schlecht gespielt und gegen Spanien rausgeflogen ist. Diese „Leistung“ war so unparteiisch wie die deutlich sichtbare Haltung des UEFA- Präsidenten Herrn Platinis.
Dennoch: über 30 Leute aus mehreren Gemeinden, mit Freunden und Bekannten – in dieser bunten Truppe lies sich der entgangene Europameistertitel dann doch leichter ertragen.

Besser als Worte können vielleicht manche Bilder ausdrücken, welche Emotionen unsere Nationalfußballer bei uns frei setzten, in Anlehnung an das Motto der Homepage der Jungen Christen: Leidenschaft – mal nicht nur für Christus. (r)

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Fotograf: Matthias Creutzberg

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