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D O W N L O A D S
 
B E R I C H T E
03.01.2008
Geschwister besucht – Freunde gefunden

Der 30.12.2007 war ein Sonntag wie jeder andere. Jedenfalls vor 9:30 Uhr. Zeitverzug und Hektik wie so oft, kein Wunder bei Vater, Mutter, Kind, Kind, Kind … Und so kam es wie es kommen musste, wir waren mal wieder zu spät. Aber dann kam das Ungewöhnliche: da wir uns angemeldet hatten, wartete man auf uns und deshalb begann der Gottesdienst in der Apostolischen Gemeinde in Gera erst um 9:35 Uhr.

Eine kleine, aber warme Gemeinde
Ein kleiner Gottesdienstraum, einige Stühle, ein Keyboad, ein Klavier und ein kleiner Altar. Auf den Stühlen saßen die apostolischen Geschwister, die man an zwei Händen abzählen konnte. Der Vorsteher der Gemeinde begrüßte uns, bevor er den Gottesdienst begann und wir hatten auch noch genug Zeit uns ein wenig zu sammeln. Das besondere aber war: Das Kirchlein war voll, da neuapostolische Geschwister aus den Gemeinden Gera und Pößneck ihre Schwestern und Brüder besuchten. Und so ergab sich eine Gemeinde, wie sie sich jeder wünscht: der jüngste war sechs Jahre alt, der Älteste mindestens 70 Jahre älter, dazwischen war jede Alterstufe vertreten. Darüber freuten sich unsere Geschwister besonders.

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Unter diesem Wort (Hebräer 13, 8-9b) erlebte diese besondere Gemeinde einen besonderen Gottesdienst, in dem Christus der Mittelpunkt war. Fast etwas beschämt sagte der Vorsteher zu Beginn des Gottesdienstes um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden, das er den Bibeltext nicht extra ausgesucht habe, sondern das dieser vorgegeben sei. Er habe schon ein wenig Bauchschmerzen gehabt …

Lieber Bruder Schulze: Wenn wir uns vorher schon alle gekannt hätten, dann hätten sie sich nicht solche Gedanken machen brauchen!

Neben vielen tiefgehenden Gedanken ist bei mir eines besonders haften geblieben: Wir arbeiten für Gott und Christus, setzen uns für die Geschwister und den Nächsten ein. Was davon jedoch welchen Erfolg trägt, liegt nicht in unserer Hand. Ob eine kleine Gemeinde wieder wächst oder nicht liegt in Gottes Hand. Ob sich jemand für Christus entscheidet, liegt nicht in unserer Verantwortung. Wir sind nicht dafür verantwortlich, unsere Verantwortung liegt vielmehr darin, dem Anderen die Möglichkeit zu geben, seinen persönlichen Glauben zu leben, sein Leben mit Christus zu führen. Ob er es dann auch tut, entzieht sich unserem Machtbereich.

Diese Gedanken kann man auf viele Situationen und Umstände in oder um unsere Gemeinden übertragen. Wir können nur arbeiten und kämpfen, an dem Ort, an den uns Gott stellt. Wenn es nicht mehr geht, wird ER uns einen neuen Platz zuweisen.

Synonym für diese Gedanken ist auch ein Lied, welches wir in diesem Gottesdienst gemeinsam gesungen haben (extra für uns waren Kopien aller zu singenden Lieder angefertigt worden, da die Gesangbücher nicht ausgereicht hätten):

1.Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen
am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen
in das gelobte Land.

2.Vertraut den neuen Wegen
und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen
für seine Erde seid.

Der uns in frühen Zeiten
das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten,
wo er uns will und braucht.

3.Vertraut den neuen Wegen,
auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen.
Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
Das Land ist hell und weit.

Gemeinschaft am Nachmittag
Die herzliche, geschwisterliche Atmosphäre vor, während und nach dem Gottesdienst setzte sich am Nachmittag fort. Die Geschwister Schulze (Bruder Schulze ist der Vorsteher der Apostolischen Gemeinde in Gera) kamen zu Besuch auf einen Kaffee und so entwickelte sich eine angeregte Gesprächsrunde, die nicht zuletzt den Informationsabend am 04.12.2007 und die dort getätigten Aussagen zum Inhalt hatte. Schon im Gebet am Vormittag war zum Ausdruck gekommen: Viele Verletzungen und Traurigkeit sind ausgelöst worden. Herr, nimm DU alles in die Hand!

Diese Gedanken zogen sich durch den Nachmittag und gipfelten im Gebet von Bruder Schulze, welches er spontan für uns, seine neuapostolischen Geschwister, sprach, obwohl doch wir mit der Absicht gekommen waren zu trösten und Mitgefühl zu zeigen. Aber so ist das bei unserem Gott und seinem Sohn: Der Tröstende wird Trost empfangen! Danke für einen unvergesslichen Tag! (os)
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