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D O W N L O A D S
 
B E R I C H T E
05.02.2008
Christen helfen Christen

Schon lange bekannt sind Hilfsorganisationen und Hilfsangebote für Opfer von Gewalt. Wie sieht es aber in Kirchen aus? Traut man sich als Opfer von Gewalt – sei es nun psychischer, physischer oder sexueller Natur – zu seinem Pastor zu gehen? Zu seinem Gemeindevorsteher? Zu Freunden und Bekannten? Wird man überhaupt angehört und wird einem geholfen?

Diese und andere Fragen stellten sich die Gründer des gemeinnützigen Vereines „Licht nach dem Dunkel e.V.“ Dieser Verein bietet speziell für neuapostolische Christen eine Anlaufstelle, über ihre Erlebnisse und ihre Ängste mit jemandem reden zu können. Manchmal hilft es schon, wenn man sich jemandem anvertrauen kann. Wenn man weiß, da ist jemand, der mir zuhört. So wird jeder, der sich an den Verein wendet, angehört, sei es nun Opfer oder Täter, jeder wird als Mensch behandelt und keiner wird ausgegrenzt. Jeder, der zu dem Verein kommt, hat ein individuelles Schicksal, und darauf gehen die Vertrauenspersonen und Begleiter des Vereins ganz persönlich ein.

Dabei ist es völlig egal, mit welchem Problem man kommt. Viele meinen, es gäbe keine sexuelle Gewalt in den Kirchen. Doch die Medien berichteten es bereits häufiger. Warum nicht also auch in der Neuapostolischen Kirche?! Sicher gibt es auch da solche Fälle. So etwas hat schließlich nichts mit der Kirche zu tun, in der man ist! Jedoch wird dieses Thema immer noch viel zu sehr unter den Teppich gekehrt. Es wissen nur wenige, was Anzeichen für einen Missbrauch sind, es wissen nur wenige, wie damit umzugehen ist. Es wissen nur wenige, wo sie sich hinwenden können.

Doch es geht nicht nur um sexuelle Gewalt, sondern auch um psychische Gewalt, z.B. in Form von Mobbing, Ausgrenzung etc, ein ebenso wichtiger und nicht zu unterschätzender Faktor von Gewalt von Menschen an Menschen, der sehr schwer zu verkraften und zu verarbeiten ist.

Über körperliche Gewalt braucht wahrscheinlich nichts weiter gesagt werden. Zu oft hört man in den Medien von Fällen von Gewalt in der Ehe und ähnliches.

Und eben all diesen Problemen haben sich die Mitglieder von LINDD verschrieben. Sie wollen helfen! Den Opfern helfen mit ihrem Erlebten klar zu kommen, ja, weiter zu leben. Den Tätern helfen, denn sie werden viel zu oft dabei vergessen. Manche Täter sind krank, auch an sie muss gedacht werden. Und ebenso ist es nicht zu unterschätzen, wie verletzend und schwerwiegend eine falsche Beschuldigung sein kann, sodass sich eben auch der Verein für eine Rehabilitation derer einsetzt, denen dies geschah.

Die ehrenamtlichen Mitglieder wollen eine Hilfe sein, sei es in einer anonymen Beratung per Telefon oder Email, in einer Betreuung oder aber in der Vermittlung von Konfliktparteien, eben bei Mobbing o. ä. bis hin zur Begleitung beim Gang zur Justiz.

Dafür stehen fachlich kompetente Menschen, Christen, Geschwister zur Verfügung, die sich zur Aufgabe gemacht haben, erlebtes Leid zu lindern!

Um ein möglichst flächendeckendes Betreuernetzwerk zu etablieren, werden stets ehrenamtlich arbeitende Helfer gesucht. Diese können sein: Fachleute (wie Psychologen, etc.), aber auch Menschen, die sich gut in andere hineinfühlen können und die gerne anderen eine Hilfe sein möchten. (ak)

Weiterführende Informationen und Kontaktinformationen: www.lindd.de
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