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22.09.2008
Soli deo gloria - Festliches Konzert zum Erntedank

Psalm 98 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ ruft danach, vertont zu werden, ist sich der Zeulenrodaer Komponist Sebastian Theilig sicher. Und so benötigte er nicht lange Bedenkzeit, als Stefan Kothner, Dirigent des Jugendchores Schleiz der Neuapostolischen Kirche, die Bitte äußerte, ein christliches Werk speziell für den Chor zu vertonen. Das war Weihnachten 2006. Sebastian Theilig hatte freie Hand, was die Auswahl betraf, nur sollte es ein geistliches Werk sein. Der Schleizer Jugendchor widmet sich vorrangig der geistlichen Musik.

Es sollte das Tüpfelchen für ein Konzert des Jugendchores zusammen mit dem Orchester musica visenta werden. Für den Zeulenrodaer Komponisten, der wie er selbst sagt, in der klassischen Musik lebt, eine Herausforderung.

Der Psalm 98 schien ihm hervorragend geeignet. 5000 Noten bedurfte es, bevor Text und Noten eine Harmonie ergaben. Auch in einer Zeit, wo Noten am Computer geschrieben werden, obliegt die Ausführung nach wie vor der Hand des Komponisten. Jede einzelne Partitur musste druckreif sein, denn das Stück sollte für Chor, Orchester und auch Solo spielbar sein. Und so ist die 31. der Kompositionen von Sebastian Theilig, die alle für Klavier und Streichorchester geschrieben sind, auch gleichzeitig sein erstes chorsinfonisches Werk. Für die Zeulenrodaer Zuhörerschar, dem Chor, den Solisten und das Orchester ist das festliche Konzert am 27. September um 17:00 Uhr in der Dreieinigkeitskirche eine Premiere in vielerlei Hinsicht. Zum ersten Mal geben Chor und Orchester gemeinsam in der Dreieinigkeitskirche ein Konzert und innerhalb dieses Festprogrammes, wo die Messe in G-Dur, Musik von Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören sind, kann man eine zehnminütige Uraufführung des Werkes des 30-jährigen Zeulenrodaer Komponisten erleben. Er selbst wird sich unter die Kollegen im Orchester mischen und mitspielen. In den vergangenen Wochen hat er vereinzelt den Proben gelauscht und ist begeistert vom professionellen klaren Klang der 40 Sängerinnen und Sänger.

Vor 60 Jahren war es Fritz Sporn, der in seiner Heimat Premiere feiern durfte und Sebastian Theilig reiht sich in die Tradition seiner Heimatstadt ein. „Ein gutes Gefühl“, so der Komponist, der seine musikalische Ausbildung bei Horst Peschel im Fach Violine erhielt, danach Musik an der Hochschule „Franz Liszt“ in Weimar studierte und nun einen Lehrauftrag an der Musikschule Weimar hat.

Der Jugendchor gestaltet das festliche Konzert zum Erntedankfest mit dem Orchester musica visenta. Unter der Leitung von Stefan Kothner erklingen verschiedene Motetten und Arien.

Den Konzertauftakt bilden spätromantische Klänge in der Messe in G-Dur des englichen Komponisten Colin Mawby. (Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Zeulenrode-Triebes)
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