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B E R I C H T E
27.09.2008
„Beste, was ich je erlebt habe“

Uraufführung von Sebastian Theilig und „Soli deo gloria“ begeistert große Zuhörerschar. Es war ein würdiger Erntedank, den die Musiker des Orchesters musica visenta zusammen mit den Sängerinnen und Sängern des Jugendchores der Neuapostolischen Kirche Schleiz unter Leitung von Stephan Kothner am späten Sonnabendnachmittag in der Zeulenrodaer Dreieinigkeitskirche der großen Zuhörerschar zu Gehör brachten. Gut 350 Gäste lauschten der geistlichen Chormusik der rund 45 jugendlichen Sängerinnen und Sänger aus Schleiz, Mühltroff und Zeulenroda.

Mit unbeschreiblicher Fülle wurde die Dreieinigkeitskirche von dem Klang erfüllt und wohl jedes einzelne gehörte Werk hätte es verdient gehabt, mit kräftigen Applaus, sozusagen als Anerkennung für das Gehörte, bedacht zu werden. Doch die Gäste nahmen die Werke auf und sparten sich den Applaus für einen späteren Zeitpunkt auf.

Das Programm war abwechslungsreich. Es reichte von Bach bis Mendelsohn, von Oratorium bis Messe, von Arie bis Motette. Es war schon etwas Besonderes, zu erleben, wie Jugendliche sich in der Musik wohlfühlen. Wie der zarte mit dem kräftigen Chorgesang wechselte, leise Frauenstimmen durch kräftige Männerstimmen betont wurden und alles in einem klaren Chorklang endete.

Sowohl Chor als auch Orchester glänzten durch Sicherheit in Tempo und Intonation. Auch in den Fugati hörte man einen geschlossenen Gesang. Dirigent und Solisten - Cornelia Kortüm (Sopran), Susanne Kothner (Violine), Bernd Schulz (Oboe) zeigten eine klasse Leistung. Die Zuhörer, unter ihnen viele junge Begeisterte, wurden auf ihren Plätzen immer größer, damit sie auch ja keine einzelne Passage verpassen.

Als das Hauptwerk, „Singet dem Herrn ein neues Lied“ Psalm 98 anklang, stieg die Spannung ins Unermessliche. Die Uraufführung des Geigers und Komponisten Sebastian Theilig, der selbst im Orchester spielte, war nicht nur für den 30-jährigen Zeulenrodaer eine Premiere, auch der Jugendchor und die Solistin, ebenso das Orchester brachten das Stück zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zur Aufführung.

„"Er war eine Uraufführung, die besser hätte nicht gelingen können“, schwärmte danach auch der Komponist des Stückes und ergänzte: „Das Beste, was ich bisher erlebt habe.“ Dabei vergass der Zeulenrodaer selbst die Atmosphäre, das Ambiente der schönen Dreieinigkeitskirche, die Qualität des Jugendchores und natürlich die vielen, nicht erwarteten Zuhörer nicht. Nach der Uraufführung hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Plätzen. Dem strahlenden Komponisten waren die Glückwünsche sicher und dem Chor, der Solistin und dem Orchester der Dank für die prächtige Uraufführung. Begeisterter Applaus und stehende Ovationen waren Lohn für die Sänger, Musiker und dem Komponisten. Ihr Motto: „soli deo gloria!“

Vor 60 Jahren war es der Zeulenrodaer Musiker Fritz Sporn, der Premiere in der Stadt auf der Höhe feiern durfte, am Sonnabend feierte Sebastian Theilig und reiht sich in die Tradition seiner Heimatstadt ein. „Ein gutes Gefühl“, so der Komponist. Das Konzert in der Dreieinigkeitskirche kam über die Kontakte vom Dirigent Stefan Kothner mit dem Kantor Hartmut Barcal zustande. (Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Zeulenroda)

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Fotograf: Anke Zimmermann
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