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| A R C H I V T E L L E R R A N D 2 0 0 7 |
01.08.2007 Allianzkonferenz ist eröffnet Christen aus Deutschland und anderen Staaten fünf Tage lang in Bad Blankenburg. Seit gestern Abend ist Bad Blankenburg ganz offiziell wieder Gastgeber der Evangelischen Allianzkonferenz, die ihre 112. Auflage erfährt und als eine der größten kirchlichen Veranstaltungen in Ostdeutschland angesehen wird. Rund 2500 Besucher aus allen Teilen der Bundesrepublik und anderer Staaten meist aus Europa werden erwartet, um sich mit religiösen und gesellschaftlichen Fragen zu beschäftigen. Das Motto der Konferenz lautet: herausgefordert.
Alle Gäste eint der christliche Glaube, auch wenn sie aus unterschiedlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften kommen und zum Teil eine andere Sprache sprechen. Aurela Kasmoliari aus Tirana, die sich besonders für die Bibelarbeit interessiert, kam mit einer siebenköpfigen Gruppe nach Deutschland. Sie ist Mitglied der evangelisch-methodistischen Kirche in Albanien, die zur Evangelischen Allianz ihres Landes gehört. Drei Tage war die 21-Jährige mit ihren Landsleuten in einem Auto vom Christlichen Hilfswerk Wismar unterwegs. Die Strapazen haben sich gelohnt. Aurela, die im sechsten Semester Germanistik an der Hochschule in Tirana studiert und unverzichtbar für ihre Gruppe als Dolmetscherin ist, schloss bereits im Rahmen des vorangegangenen Jugendcamps Freundschaften. Jetzt ist sie gespannt, wie die Allianzkonferenz laufen wird. Beeindruckt zeigte sie sich, dass so viele Christen an einem Ort zusammengekommen sind. Das gebe es in ihrem Land nicht.
Zum 42. Mal kam Lothar Dietz aus Muldenstein bei Bitterfeld nach Bad Blankenburg. „Mein Tank ist leer und ich muss neue Kraft fürs nächste Jahr schöpfen“, sagte der 65-Jährige, der mit Ehefrau Heidemarie angereist war. Das Seminar mit dem Thema „Drogenmissbrauch und Alkoholismus“ interessiert ihn besonders nicht zuletzt deswegen, weil der 39-jährige Sohn gern in die Flasche schaut. In Rohrbach sehen sich die Eheleute seit Jahren während der Allianzkonferenz in einer Pension gut untergebracht.
Robert Staub ist Chef der Zeltplatzhelfer zur Allianzkonferenz und ansonsten Kriminalkommissar in Augsburg. Der 41-Jährige sucht Denkanstöße, wie er als Christ mit dem Islam und seinem Kulturkreis umzugehen hat.
Heike Seyfert (39) aus Rodenkirchen im Vogtland, die mit ihrer Familie anrückte, will den Austausch mit Glaubensgeschwistern. Die US-Amerikanerin Rachel Ladines (18) aus dem Bundesstaat Washington spricht wohl den meisten aus dem Herzen: „It is very cool here.“ (Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalredaktion Saalfeld) |
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