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24.09.2007
Pößnecker Potenzial auf den ersten Blick erkannt

Hartmut Siebmanns als Kantor eingeführt. „Pößneck hat Potenzial", sagt Hartmut Siebmanns. „Sonst wäre ich nicht gekommen", fügt der 43-jährige Kirchenmusiker hinzu, der aus dem nordrhein-westfälischen Remscheid nach Pößneck zieht. Seit dem 1. September ist er Kantor in der hiesigen evangelischen Kirchgemeinde und am Sonntag wurde er in der Jüdeweiner Kirche im Beisein von 120 Gläubigen feierlich von Superintendent Ralf-Peter Fuchs in sein neues Amt eingeführt.

In Pößneck wurde Siebmanns mit offenen Armen empfangen. „Man ist unglaublich nett zu mir", bestätigt der Kantor dankbar. Schon die ersten Kontakte seien wohltuend intensiv und locker zugleich gewesen, gibt er gegenüber OTZ zu verstehen. Seine offenkundige Motivation und sein erklärter Wille, langfristig in Pößneck zu wirken, öffnen ihm die Türen.

Kirchenmusikalisch ist Vielseitigkeit sein Grundsatz. „Bach ist ganz klar das Maß aller Dinge", sagt Siebmanns. „Es gibt aber so viel gute Musik um Bach herum, dass man das bedenken muss. Vielseitigkeit macht Musik erst interessant." So wäre es „geradezu sträflich", an der romantischen Stadtkirchenorgel in Pößneck nicht mehr romantische Stücke zu spielen. Aber auch Schätze der modernen Musik will er für die Pößnecker heben. Die Stadtkirchenorgel wird ihn in den nächsten Jahren auch sonst intensiv beschäftigen, ist sie doch technisch in einem „schlechten Zustand". Die aufwändige Sanierung des wertvollen Instrumentes, die vieler Kräfte bedürfen werde, soll aber erst dann in Angriff genommen werden, wenn die neue Orgel in der Jüdeweiner Kirche vollendet ist.

Siebmanns will die Pößnecker Kantorei ausbauen und mit ihr jährlich Kirchenchorkonzerte anbieten. Das „Gloria" von Antonio Vivaldi will er da als erstes Projekt realisieren. Als Angestellter des Kirchenkreises Schleiz wird er auch den Kirchenchor in Gräfendorf betreuen. Die musikalische Früherziehung, Kinderchorarbeit, eine Kindersingschule innerhalb der Kirchgemeinde sind weitere Felder, in denen sich der neue Kantor betätigen will. Eine Zusammenarbeit mit der kirchenmusikalisch etablierten Kirchgemeinde in Neustadt hält Siebmanns für „unverzichtbar".

Bei all seinen klaren Vorstellungen ist dem Neuen sehr wohl bewusst, dass er nichts von heute auf morgen erreichen wird. Er rechnet durchaus mit Rückschlägen, „aber egal", sagt Siebmann. Er werde weitermachen. Die Chancen, die sich in Pößneck bieten, werde er nutzen. (Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Pößneck)
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