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09.09.2009
Abschied? Neubeginn? – Oder: Was heißt gelebtes Christsein?

Ein Zitat von Simon Hoffmann, Referent des EC Thüringen, während seiner Predigt im Jugendgottesdienst der diesjährigen Allianz-Konferenz in Bad Blankenburg hat sich in meinem Kopf festgesetzt: Was fehlt deiner Stadt, deinem Heimatort, wenn es deine Gemeinde plötzlich nicht mehr geben würde?

Was ist das besondere, was meine Gemeinde meiner Heimatstadt gibt? Was ist das besondere, was andere Gemeinden in meiner Stadt anbieten? Würde den Menschen etwas fehlen, außer dass sie merken, die Menschen die sich Sonntags zum Gottesdienst versammelt haben, kommen nicht mehr in ihre Kirchen und Gemeindehäuser? Würde es Auswirkung auf Menschen, außer den Mitgliedern unserer Gemeinden, haben, wenn unsere Gemeinden nicht mehr da wären? Und: welche Bedeutung haben wir als Christen, als Gemeinden für unsere Umwelt?

Was geben wir Christen unseren Mitmenschen mit oder was bieten wir ihnen an, was ihnen im täglichen Leben hilft und sie anderswo nicht finden? Die Antwort fiel relativ ernüchternd aus.

Dann habe ich diese Frage für mich auf meine Person herunter gebrochen.

Was würde es für meine Nachbarn, andere Menschen in meiner Umgebung bedeuten, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre?

Habe ich eine relevante Bedeutung für sie?


Bin ich mehr als der genervt reagierende Familienvater, wenn die Kids mal wieder nicht das machen, was ich von ihnen erwarte? Habe ich irgendeinen positiven Einfluss auf mein Umfeld? Auch hier wieder: abgesehen von meiner Familie und den Christen in meiner Gemeinde …

Was tue ich, um das Gebot Jesu: „… liebe deinen Nächsten wie dich selbst:“ in greifbare Ergebnisse umzusetzen? Gebe ich die Liebe, die Jesus mir zuerst geschenkt hat, an meine Mitmenschen weiter, dass sie damit auch etwas anfangen können? Und wie kann ich das glaubhaft leben, wenn es mir schon schwer fällt, die Aufforderung unseres Herrn in die Tat umzusetzen (Johannes 13, 34): „dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.“ in Verbindung mit seiner Bitte im ohenpriesterlichen Gebet (Johannes 17, 21): „damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“

Da kommt mir der Titel das Buches von Frank Heinrich in den Sinn: „Lieben, was das Zeug hält“. Aber wie?

Das muss einen greifbaren, Lebens bezogenen und für meine Mitmenschen nutzbaren Wert haben. Dazu habe ich mir mit anderen Schwestern und Brüdern schon längere Zeit Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist noch nicht fertig, der Eine oder die Andere kennt die Gedanken dazu schon. Wenn sie spruchreif sind, werdet ihr wieder von mir lesen. (os)

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