H O M E
W I R   C H R I S T E N
J U G E N D A R B E I T
B E R I C H T E
V E R A N S T A L T U N G E N
K U R Z   N O T I E R T
K I R C H G E M E I N D E N
D O W N L O A D S
 
Z U M   N A C H D E N K E N
02.12.2007
Advent ist es heut

Dieses Lied von Eckart zur Nieden hat es mir heute angetan, da wir den 1.Advent feiern. Was bedeutet für mich heute Advent? Nur die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest? Schauen wir mal in die Verse dieses Liedes hinein.

Advent ist es heut!
Advent will dich fragen:
Herz, bist du bereit?
Advent hat uns allen
so vieles zu sagen.
Advent ist es heut.
Fragt mal einen Kollegen, Nachbarn oder wildfremden Menschen auf der Straße, was er sich unter Advent vorstellt. Ich befürchte, es wird sich auf die altbekannten Eindrücke und Gefühle der Weihnachtszeit beschränken, was an sich nichts schlechtes ist. Nur, was verbinde ich damit? Weihnachtsmarkt und Glühwein, Plätzchenbacken, Bescherung und Konsumrausch? Advent hat uns aber mehr zu sagen und das beschreiben die folgenden Verse.


Herz, hast du bedacht,
wie Jesus verloren
in Kälte und Nacht
im ärmlichen Stall
von Maria geboren?
Herz, hast du’s bedacht?
Jesus Christus, als kleines Kind, Mensch gewordener Gott, in diese Welt gekommen, geht von Anfang an den Weg, den jeder Mensch gehen muss. Geboren als hilfloses, kleines Kind. Jedoch nicht in Pomp und Gloria in einem Königspalast, wie es ihm vielleicht zugestanden hätte. Nein, in die ärmlichsten Verhältnisse wird er hinein geboren, in einem Stall zur Welt gekommen, von Anfang an verfolgt und gejagt, geliebt und gehasst.
Schon dieses Bild zeigt uns doch: er kann uns verstehen, er ist in die Verhältnisse hineingegangen, die jeder von uns erlebt oder erleben könnte. Besonders für unsere Schwestern und Brüder in tiefster Armut und Verfolgung kann es ein Trost sein und ist das auch. Er weiß wie es uns geht!
Herz, hast du's bedacht?


Er tat es für dich!
Um dich zu erfassen,
erniedrigt er sich;
drum hat er den Glanz
seines Vaters verlassen.
Er tat es für dich.
Nicht um seine Macht als Gott zu zeigen oder um uns zu beweisen: schaut her, es geht doch, man kann doch in Armut und Verfolgung leben, ja man kann sogar ohne Sünde über die Welt gehen!
Nein, einzig und allein um alle Tiefen des Menschseins zu durchschreiten, ja zu durchmessen, ist er in die Hülle eines sterblichen Menschen geschlüpft, um am Ende durch den Sieg über Sünde und Tod uns den Weg zu Gott zu bereiten.
Er tat es für dich.


Er steht vor der Tür!
Du kennst sein Begehren:
Ich komme zu dir.
Willst du nicht dem Heiland
heut Einlass gewähren?
Er steht vor der Tür.
Nun hat er das Leben auf Erden durchlebt, ja durchkämpft und er steht vor meiner, vor deiner Tür. Nicht vor dem Haus oder der Wohnung. Nein, vor deinem Herzen! Und er bittet, er fleht: lass mich auch in dein Herz hinein! Nicht das er nirgendwo sonst Unterschlupf finden würde. Er hat schon viele Millionen und Abermillionen von Wohnungen. Aber er möchte auch bei mir und dir Einzug halten, das Leben bestimmen und durch seine Nähe Kraft und Hilfe geben, nicht nur im Leben auf der Erde, sondern damit wir auf ewig mit ihm bei Gott sein können.
Er steht vor der Tür.


Advent heißt: Er naht!
Bald wird er erscheinen.
Dann wird er in Gnad
die, die ihn hier liebten,
im Himmel vereinen.
Advent heißt: Er naht.
Nicht zuletzt hat er immer wieder darauf hingewiesen, das sein Leben auf der Erde nicht alles war. Ich gehe hin, euch eine Wohnung zu bereiten ... so hat er verheißen. Eine ewige Wohnung bei Gott wo es kein Leid, keinen Hunger, keine Verfolgung, keine Angst oder was uns sonst das Leben auf der Erde schwer machen könnte, mehr gibt. Sind Christen lebensmüde Menschen, die sich nur nach dem Tod sehnen um auf ewig bei Gott zu sein? Bewahre - aber die Hoffnung und die Zuversicht auf diese wunderbare Zukunft gibt Kraft, das Leben hier besser zu meistern. Sprecht mal mit Christen, die in wirklicher Verfolgung leben. Da könnt ihr erfahren, was es heißt Kraft aus der Liebe zu Jesus zu bekommen! Aber es wird nicht ewig so weiter gehen. Irgendwann kommt Christus, um die, die an ihn glauben und auf ihn warten in sein Reich zu Gott zu holen. Wann? In einigen Jahren? In ein paar Monaten? In ein paar Wochen? Morgen? Heute Nacht? Ich weiß es nicht, keiner weiß es. Aber darum mahnt das Lied:
Advent heißt: Er naht.


Advent ist es heut!
Wer ihn aufgenommen,
sich darüber freut.
Advent heißt: Er kam,
er kommt heut und wird kommen.
Advent ist es heut.
Und über dies kann jeder Christ, der Jesus für sich als persönlichen Retter und Erlöser angenommen hat bezeugen, was diese letzte Strophe ausdrückt:
Er kam
Um für mich sündlos über die Erde zu gehen und die Last der Schuld, die ich durch meine Verfehlungen auf mich geladen haben, auf seine Schultern zu nehmen, wenn ich in Buße zu ihm komme. Das heißt: Meine eigene Fehler- und Schuldhaftigkeit zu erkennen und zu bekennen und bereit zu sein mich zu ändern und um zukehren, mich bemühen mehr nach seinem Vorbild zu leben und Gott über alles und meinen Nächsten wie mich selbst zu lieben.
Er kommt heut
Um bei mir zu sein, mich in meinem Leben zu begleiten, mir zu Seite zu stehen, mir Kraft und Mut zu geben, damit ich mein Leben auf dieser Erde so gut wie möglich meistern kann. Wohlstand und Sorglosigkeit hat er denen die ihm nachfolgen, nicht versprochen. Wohl aber Beistand in allen Situationen und Fürsprache vor Gott, um meine Sünden zu rechtfertigen, nicht zu entschuldigen, sondern zu sagen: schau her, dafür habe ich schon gebüßt ...
und wird kommen
Darauf warten die Christen weltweit! Auf die Wiederkunft ihres Herrn und Erlöser, auf den endgültigen Sieg über Sünde, Tod, Elend und Leid. Eine schöne Utopie? Wenn ich Christus erlebt habe und er einen besonderen, nein den besonderen Platz in meinem Leben hat, dann ist das nicht Hoffnung oder Zuversicht, sondern Gewissheit!
Advent ist es heut! Auch für dich kann diese Hoffnung zur Gewissheit werden. Jesus Christus drängt es danach. Dich auch?

In diesem Sinne: Eine frohe und besinnliche Adventszeit! (os)
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