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| Z U M N A C H D E N K E N |
24.09.2009
Authentische Nachfolge – Oder: Was ist mir mein Glauben an Jesus Christus wert?
Es gibt sicher viele Punkte, über die man reden kann, wenn man das Buch „Mein Schwager – ein Märtyrer“ von Wolfgang Häde gelesen hat. Ich höre schon viele die Heilige Schrift zitieren: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. (Sirach 3, 27) Selbst schuld halt.
Aber das Buch hat mich einmal mehr darüber nachdenken lassen: Wie weit geht meine Liebe zu Jesus Christus? Besonders ein Abschnitt, in dem der Autor laut über Nachfolge und Verfolgung nachdenkt und das am Beispiel von Matthäus 10,38-39: „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.“ vertieft, ließ mich ganz kleinlaut werden.
Bedeutet „Kreuz“ nur die täglichen, kleinen Sorgen die man hat? Musste der damalige Zuhörer oder Leser nicht automatisch an Strafe und Tod denken, da er diese grausame Hinrichtungsmethode kannte und mit dem Wort Kreuz assoziierte?
Was bin ich bereit, für meinen Herrn zu geben? Ich bin mir sicher, dass wir momentan in unseren Breitengraden nicht für IHN sterben müssen. Aber bin ich bereit Nachteile zu erdulden, ausgelacht zu werden, einen Job nicht zu bekommen, weil ich mich zu Christus bekenne und meinen Mund nicht halten kann, weil ich meinen Mitmenschen nicht vorenthalten will, was das Ziel des Lebens ist?
Ich denke, diese Frage muss sich jeder für sich selbst beantworten. Aber Jesus hat nicht nur einmal darauf hingewiesen, dass konsequente Nachfolge Folgen hat, die nicht angenehm sind. Aber er hat auch deutlich gemacht, dass weichgespühltes Christsein mit Leidensmiene nicht das ist, was Jesus in Matthäus 10 meint.
Die Konsequenz, mit der Necati Aydin, der Märtyrer für Christus, und neben ihm tausende Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt, sein Leben in den Dienst unseres gemeinsamen Herrn gestellt hat, lässt mich ganz klein werden.
Herr Jesus, an welchem Platz darf ich dir dienen? Mittendrin im Leben. (os) |
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