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16.07.2009
Der erste Eindruck


Viele Besucher werden Dich und Deine ganze Jugendarbeit nach der ersten Begrüßung einschätzen. Gleiches gilt auch für die Gemeinde. Das bedeutet, dass alle Vorbereitungen 10 Minuten vor dem Beginn einer Veranstaltung abgeschlossen sein sollten. Sonst besteht die Gefahr, dass die ersten Besucher noch inmitten der letzten Vorbereitungen eintreffen und damit mit einer hektischen Situation konfrontiert werden, die nicht signalisiert, dass hier jemand willkommen ist. Selbst wenn man in Begleitung von Freunden eine Veranstaltung erstmalig besucht, fühlen sich die meisten doch nicht so richtig willkommen, wenn sie eine neue Umgebung zum ersten Mal betreten. Nutze diese erste Chance. Du wirst keine zweite Chance kriegen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Viele Besucher werden nach der ersten Begegnung, besser Begrüßung, die Gemeinde bzw. Dich persönlich einschätzen. Von Vorteil ist es, wenn man von Gleichaltrigen begrüßt wird, der offensichtlich ein ernstes Interesse an einem zeigt, sich um das Wohlbefinden kümmert und denjenigen auch mit anderen bekannt macht und nicht in einfach stehen lässt.

Neue Besucher einer Gemeinde beobachten und beurteilen den Prediger die ganze Zeit, sprich vor, während und nach der Predigt. Problematisch ist bei uns die Zeit davor, da dort kein Kontakt zu den Gottesdienstbesuchern stattfinden kann. Es tritt ein gewisser Überraschungseffekt ein. Unbewusst werden drei Fragen gestellt:

  1. Kann ich Dir vertrauen?
  2. Bedeute ich Dir etwas?
  3. Weißt Du, wovon Du redest?

Das ist nicht neu, denn diese Fragen gibt es seit dem antiken Griechenland, als Aristoteles drei Bestandteile der erfolgreichen Kommunikation identifiziert hat. Er lehrte, dass ein großer Redner Ethos, Pathos und Logos gleichermaßen vertreten müsse. Ethos ist mit dem Wort ethisch verwandt. Ein Redner ist uneffektiv, wenn er nicht vertrauenswürdig ist. Pathos bezieht sich auf das Einfühlungsvermögen und Verständnis eines Sprechers. Ein Redner kann eloquent sein, aber wenn er keine Liebe zeigt, nützt es ihm nichts. Und Logos, die Wurzel unseres Wortes logisch, bezieht sich auf das Wissen über die Sache.

Ethos und Pathos deiner Rede werden in Deinem Auftreten sichtbar. Das heißt, dass neue Jugendliche, neue Besucher Deiner Gemeinde sich anhand des Auftretens ein Urteil über Deine Vertrauenswürdigkeit bilden. Deswegen ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, vorher Kontakte zu knüpfen und Interesse an der Person zu zeigen. Diese Gespräche werden ihre Wahrnehmung von Dir beeinflussen, bevor man mit der eigentlichen Botschaft begonnen hat. (mc)

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