H O M E
W I R   C H R I S T E N
J U G E N D A R B E I T
B E R I C H T E
V E R A N S T A L T U N G E N
K U R Z   N O T I E R T
K I R C H G E M E I N D E N
D O W N L O A D S
 
Z U M   N A C H D E N K E N
10.09.2008
Die Flamme weitertragen

Vor einiger Zeit las ich ein Zitat des französischen Politikers Jean Jaurés, der von 1859-1914 lebte. Er sagte:

„Tradition bewahren, heißt nicht, die Asche verwalten, sondern das Feuer am brennen halten.“

Dabei kamen mir folgende Gedanken: Was ist Tradition eigentlich? Was wird darunter verstanden? Das Lexikon verrät uns, dass das Wort Tradition vom lateinischen Wort tradere „hinübergeben“ bzw. traditio „Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“ abgeleitet wird und die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern, Überzeugungen, Glaubensvorstellungen u. a. bezeichnet oder das Weitergegebene selbst (das Traditum), also Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten.

Die Heilige Schrift ist für mich keine Tradition. Sie ist als Schrift verbindlich für Fragen des Glaubens.

Auf der einen Seite sind Traditionen gut. Sie übermitteln uns Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten aus längst vergangenen Tagen. Wird alles nur blindlings übernommen, oder Hinterfragen wir auch Traditionen? Halten wir an einer Gewohnheit fest, die möglicherweise längst durch Besseres hätte ersetzt werden können? Fragen Sie sich in Zukunft lieber, ob das eigene Verhalten in der betreffenden Sachlage wirklich dem Vorwärtskommen dient und wo hüte ich bloß liebgewonnene „Asche“? Entscheidend ist die Frage: Auf welche Weise kann ich das Feuer am besten weitertragen? (mc)

     © junge-CHRISTEN.info Design und Programmierung: Creutzberg & Partner Internet- und Werbeagentur XStat-Besucherzähler