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| Z U M N A C H D E N K E N |
01.01.2008
Ich lebe und ihr sollt auch leben
Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. Was bringt das neue? Ich kann Euch nicht sagen, was es dem Einzelnen von uns bringt. Aber eins ist sicher: neue Herausforderungen werden allemal dabei sein. Warum neue Herausforderungen? Für Christen gibt es immer wieder Herausforderungen. Sie sind alt und doch immer wieder neu! Bin ich bei Jesus? Folge ich IHM nach? Erfülle ich SEINEN Willen und seine Erwartungen an mich?
In einem Wort zum Jahreswechsel las ich ein interessantes Zitat von Antoine de Saint-Exupery:
„Vollkommenheit entsteht nicht dann, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“
Ein interessanter Gedanke, über den ich lange nachgedacht habe. Er klingt widersprüchlich, aber je mehr man sich damit beschäftigt muss man sagen: Bingo!
Was ist Vollkommenheit? Für uns Christen bedeutet sie: Vollste Übereinstimmung mit dem Wesen Christi. Ja wie sollen wir das schaffen als Menschen voller Fehler und Schwächen, voller Sünde und Widersprüche?
Alles was wir zur Vollkommenheit brauchen, hat Gott in uns hineingelegt: Glaube, Liebe und Hoffnung! Die Gaben des Heiligen Geistes! Die Aufzählung könnte man beliebig fortsetzen. Also fehlt uns an der Vollkommenheit nichts, wir haben zu viel. Zu viel eigene Gedanken, zu viel eigenen Willen, zu viel Ehrsucht, zu viel natürliche Süchte und Wünsche, zu viel Fehler, zu viel Sünde. Das alles deckt das zu, was uns von Gott gegeben ist. Das heißt es Stück für Stück weg zu nehmen und das Göttliche in einem jedem von uns frei zu legen um dem „Ideal der Vollkommenheit“ so nah wie möglich zu kommen und damit seinen Auftrag an uns alle immer besser erfüllen zu können: Geht in alle Welt und lehrt alle Menschen …
Und da ist wieder etwas, was weggenommen werden muss, was diesem Auftrag hinderlich ist: das was als Trennendes zwischen den Christen unterschiedlicher Konfessionen und Denominationen steht. Es muss weggeräumt werden, bis nur noch eines steht: die gemeinsame Basis Jesus Christus! In dem Artikel, aus dem dieses Zitat von Saint-Exupery stammt heißt es auch:
„Jesus haben, oder nicht haben, das ist hier die Frage!“
Damit wird nicht nur auf das berühmte Zitat aus Hamlet angespielt, sondern auf die existentielle Frage überhaupt: Wer den Sohn hat, der hat das Leben … (1.Johannes 5,12) und damit sind wir auch schon bei der Überschrift angekommen:
„Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Johannes 14, 19)
Die ökumenische Jahreslosung steht als Zusage fest vor uns: Jesus Christus hat den Tod überwunden und wir sollen das auch erleben. Schon jetzt und in alle Ewigkeit. Das darf keiner von uns für sich behalten. Das muss weiter erzählt werden. Das ist SEIN Auftrag an uns, die alte und immer wieder neue Herausforderung: Geht in alle Welt … erzählt von mir … dann habt ihr ewiges Leben … und auch die, die euch das glauben!
Die Gedanken aus einem Lied von Jörg Swoboda möchte ich uns allen noch mit auf den Weg geben:
Macht Platz, räumt auf!
Gott will neu beginnen.
Macht Platz, räumt auf!
Gott fängt neu mit uns an.
Warum werden Fehler nicht ehrlich bekannt?
Warum wird Schuld nicht beim Namen genannt?
Nur da beginnt Gott, wo aufgeräumt wird.
Gott beginnt neu.
Warum hat das Alte einen Heiligenschein?
Soll Gottes Geist nicht der Wegweiser sein?
Nur da beginnt Gott, wo aufgeräumt wird.
Gott beginnt neu.
Warum hat das Neue einen Heiligenschein?
Soll Gottes Geist nicht der Wegweiser sein?
Nur da beginnt Gott, wo aufgeräumt wird.
Gott beginnt neu.
Warum werden Zweifel nicht offen gesagt?
Warum wird bei Fragen nicht einfach gefragt?
Nur da beginnt Gott, wo aufgeräumt wird.
Gott beginnt neu.
Macht Platz, räumt auf!
Gott will neu beginnen.
Macht Platz, räumt auf!
Gott fängt neu mit uns an.
In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern ein gesegnetes Jahr 2008 sowie die ständige Nähe unseres Herrn und Leben aus IHM! (Olaf Schöler) |
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