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| Z U M N A C H D E N K E N |
Karfreitag – Was bedeutet das für mich?
Eine persönliche Betrachtung.
In wenigen Tagen ist Karfreitag. Trauer- oder Buß-Freitag. Andere sagen Heiliger Freitag, Großer Freitag oder Stiller Freitag. Was bedeutet dieser, vom geschichtlichen und heilsgeschichtlichen Hintergrund her gesehen, doch außergewöhnliche Tag für mich? Wir Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes unseres Herrn. Ganz allgemein. Ist das nun ein Trauertag? Wie intensiv erlebe ich in den Tagen von Palmsonntag bis Karfreitag den Gedanken:
An diesem Tag ist mein Erlöser, ist Jesus Christus für MICH gestorben.
Sicher, er hat sich für alle Menschen am Kreuz geopfert. Hat alle Sünden auf sich genommen.
Obwohl er sündlos über die Erde ging hat er den Tod erlebt, der eigentlich der Sünde Sold ist. Es war der Wille seines Vaters. Und in dem freien Willen, den auch Jesus hatte, stellte er sich unter den Willen Gottes und erfüllte so den Heilsplan seines Vaters.
Nehme ich das bewusst für MICH in Anspruch? Oder denke ich, da ich ja Christ bin, Christus für mich angenommen habe, wiedergeboren bin aus Wasser und Heiligem Geist: Karfreitag ist für die da, die noch nicht Ihre Erlösungsbedürftigkeit erkannt haben?
Nein, es soll ein Dank- und Freudentag sein.
Christus ist für MICH, für DICH, für alle gestorben. Er spricht DICH und MICH persönlich an:
Komm her, iss mein Fleisch und trinke mein Blut im Heiligen Abendmahl, welches ich dafür eingesetzt habe bevor ich am Kreuz gestorben bin.
Was empfinde ich dabei, gerade an Karfreitag? Fühle ich mich meinem Herrn und Heiland in der Feier des Heiligen Abendmahles so nah, das ich seinen Kampf förmlich spüren kann? Werde ich bei der Feier der Eucharistie glücklich und dankbar und schöpfe Kraft daraus? Ist es für mich ein Liebesmahl?
Wenn ich die Abschiedsreden und das Hohepriesterliche Gebet (Joh. 13,1 - 17,26) lese, dann spüre ich förmlich die Liebe Jesu, die darin zum Ausdruck kommt. Wie er seine Jünger tröstet und ihnen erklärt warum alles so kommen muss. Auch wenn sie es da noch nicht verstanden.
Wie er im Hohepriesterlichen Gebet für die Seinen eintritt. Aber nicht nur für die Jünger damals tritt er im Gebet ein. Nicht nur den Jüngern damals erklärt er die Notwendigkeit seines Opfertodes und tröstet Sie mit seiner Wiederkunft.
Auch für MICH und DICH, für uns alle bittet er seinen Vater, auch wir können Trost aus seinen Abschiedsreden ziehen.
Lassen wir uns von der gewaltigen Liebe anstecken, die Jesus den Seinen entgegenbringt. Geben wir davon ab. Erzählen wir, warum uns Karfreitag so wichtig ist.
Ohne Karfreitag gäbe es kein Ostern, keine Auferstehung. Ohne Tod kein Überwinden der Sünde. Kein ewiges Heil für die, die sich für Christus entschieden haben und nach seinem Vorbild und dem Willen seines Vaters leben. Erzählen wir, warum CHRISTUS uns so wichtig ist. (os) |
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